König der Löwen: PETA USA übernimmt Löwen-Patenschaft

Loewe

Morgen ist es soweit: Die Neuverfilmung von König der Löwen kommt in die deutschen Kinos! Die Aufnahmen zeigen grandiose Weiten und lebensechte Tiere. Genau – lebensecht, nicht echt. Denn das ist das Beste an dem Meisterwerk: Regisseur Jon Favreau hat sich dazu entschieden, alle Charaktere per Computeranimation zum Leben zu erwecken.

Löwen-Patenschaft

Zu dieser tierfreundlichen Entscheidung gratulierten unsere Kolleginnen und Kollegen von PETA USA dem Starregisseur nun durch die Übernahme einer Patenschaft für den Löwen Louie. Louie wurde seiner Mutter als Jungtier in Südafrika entrissen und musste in Film- und Fernsehproduktionen auftreten. Heute genießt er sein Leben in einer kalifornischen Auffangstation.  

Pralinen für die Besetzung – Forderung an Disney

Außerdem schickte PETA USA sowohl Favreau als auch Teilen der berühmten Filmbesetzung vegane Pralinen in Löwenform, z.B. an Beyoncé, Donald Glover, James Earl Jones und John Oliver.

Da nun Jon Favreau aufs Neue bewiesen hat, dass absolut kein Filmset mehr auf echte Tiere angewiesen ist, fordert PETA USA Disney auf, Farbe zu bekennen. Das Medienunternehmen soll zusagen, nie mehr für eine Disney-Produktion Großkatzen einzusetzen. In den vergangenen Jahren waren immer mehr große Filme Teil dieser tierfreundlichen Entwicklung, z.B. Dumbo, Planet der Affen (Prevolution) und Noah.

Tierqual in der Unterhaltungsbranche

Für den Einsatz in Film und Fernsehen werden Tiere regelmäßig mit Gewalt zum Gehorsam gezwungen. Neben Schlägen und Elektroschocks gehört auch der Futterentzug zum routinemäßigen Trainingsprogramm. Oftmals werden den Tieren Zähne und Krallen entfernt oder, wie im Fall von Großkatzen und Bären, abgeschliffen. Wenn sie dem Befehl nicht gehorchen, folgt die Strafe in der Regel in Form von Schlägen.

Die Tiere leben oftmals unter erbärmlichen Bedingungen. Viele von ihnen wurden ihrem natürlichen Lebensraum entrissen, um ihr künftiges Dasein in völlig beengten Verhältnissen in Gefangenschaft zu fristen. Vor allem exotische Tiere haben spezielle Bedürfnisse, denen sie bei Film- und Fernsehproduktionen nicht nachkommen können. Sie können sich nicht ausreichend bewegen oder beschäftigen und haben oftmals nicht einmal Kontakt zu Artgenossen. Das Leid der Filmindustrie hat auch eine Recherche von PETA USA über ein Unternehmen bestätigt, das Tiere für Hollywood-Produktionen „trainiert“.

Was Sie tun können

Sehen Sie sich den tollen neuen, tierfreundlichen König der Löwen an und genießen Sie die Tierwelt in dem Wissen, dass kein echtes Tier dafür leiden musste.

Besuchen Sie niemals Kinofilme, in denen Tiere mitwirken. Kein Tier tritt jemals freiwillig auf. Wenn Sie Tiere im Fernsehen sehen, teilen Sie dem Sender und der Produktionsfirma bitte mit, dass Sie den Einsatz von Tieren für das Showgeschäft ablehnen.

Unsere Autoren

PETA Team

Die Blogartikel zu den Themen Tierrechte und veganem Lifestyle sind von und mit den Mitarbeitern von PETA Deutschland e.V. und weiteren Co-Autoren.