Kanadisches Restaurant verstümmelt und serviert lebende Tiere

Kraken werden bei vollem Bewusstsein zerstückelt, Shrimps und Hummer winden sich, wenn sie lebend serviert werden – alles zur Unterhaltung der Gäste.

Erst vor Kurzem haben wir eine bahnbrechende Ermittlung über Restaurants in New York und Los Angeles veröffentlicht, die lebende Tiere servieren. Nun konnte PETA USA aufdecken, dass auch kanadische Restaurants ihren Gästen lebende Kraken und andere Meerestiere vorsetzen. 

Krake festgehalten, zerstückelt und lebend serviert

Im Februar 2017 besuchte eine Beobachterin von PETA USA die Sushibar Marado Sushi. Dort sah sie, wie ein Krake aus einem Aquarium gezogen, auf ein Schneidbrett geworfen, festgehalten und verstümmelt wurde. Der Koch begann an den Enden der einzelnen Arme und Beine und arbeitete sich nach oben vor. Jeden Teil schnitt er nach und nach ab, bevor er schließlich den Kopf des Kraken würfelte. Die Gliedmaßen wanden sich noch, als das Tier als „Sannakji“ serviert wurde.
 
Gleich in der Nachbarschaft befindet sich Gal’s Sushi – Torontos wohl berüchtigtstes Restaurant, was das Servieren lebender Tiere angeht. Augenzeugen von PETA USA kehrten im Juni nach Toronto zurück und sahen, wie der Koch einen Kraken direkt von einem Becken in die Küche beförderte. Schon im nächsten Moment wurde Gästen ein Teller voller sich windender, abgetrennter Tentakel vorgesetzt.
 
Im Hinblick auf das Schmerzempfinden dieser Tiere ist sich die Wissenschaft einig: Die Kopffüßer-Expertin Dr. Jennifer Mather weiß, dass Kraken „eine schmerzhafte, schwierige, stressige Situation vorausahnen können – sie erinnern sich daran. Es steht absolut außer Frage, dass sie Schmerz empfinden“. Kraken sind so intelligent, dass sie oft als „Primaten“ des Meeres bezeichnet werden. Und genau wie Orang-Utans und Schimpansen nutzen auch Kraken Werkzeuge. Sie sammeln Kokosnussschalen, um sich daraus einen Unterschlupf zu bauen, und horten Steine, um damit Lücken in ihren Bauten zu stopfen. In Gefangenschaft gehaltene Kraken wurden bereits dabei beobachtet, wie sie Behälter mit Kindersicherung öffneten, mit Figuren von „Mr. Potato Head“ und auch Lego spielten, absichtlich einen Kurzschluss bei besonders grellem Licht verursachten und spektakuläre Ausbruchsversuche unternahmen, nachdem sie überprüft hatten, dass auch wirklich niemand zusah.

Ein Koch legt einen lebenden Oktopus aus dem Becken und trägt ihn zum Schneidebrett.
Der Koch hält den lebenden Oktopus fest und zerschneidet die Arme des Tieres für ein Gericht das „sannakji“ genannt wird („zappelnder Oktopus“).
Der Koch arbeitet sich an den Armen des Tieres hoch und schneidet sie nach und nach ab.
Die abgeschnittenen und noch immer zappelnden Arme werden den Restaurantgästen serviert.
Im benachbarten Gals’s Sushi holte ein Koch einen Oktopus aus dem Becken in die Küche und brachte kurz darauf einen Teller mit zappelnden, abgeschnittenen Armen heraus.

Shrimps und Hummer zerteilt und neben abgetrennten Schwänzen serviert

Marado Sushi und Gal's Sushi sind nur zwei von mehreren Restaurants in Toronto, die lebende Tiere verstümmeln und ihren Gästen servieren. Andere Restaurants schneiden Shrimps und Hummern den Schwanz ab und servieren ihn – im „Sashimi-Stil“ – neben dem verstümmelten, lebenden Körper. All das geschieht zur Belustigung der Restaurantgäste.
 
Genau wie Kraken empfinden auch Krebstiere wie Shrimps und Hummer Schmerz. Dr. Robert Elwood ist führender Experte, was das Schmerzempfinden von Krebstieren angeht. Ihm zufolge „zeigen [Krebstiere] eine starke Motivation, schädlichen Reizen zu entkommen, reagieren auf eine Art und Weise, die eindeutig nicht nur auf Reflexe zurückzuführen ist, zeigen starke physiologische Stressreaktionen sowie Angstsymptome nach negativer Behandlung, und speichern in ihrem Langzeitgedächtnis negative Erfahrungen ab. [Krebstiere] erfüllen die Kriterien für Schmerz.“

Gäste eines Restaurants in Toronto haben Fotos und Videos von lebenden Kraken, Garnelen und Hummern hochgeladen. Hier sieht man den noch zappelnden Arm eines Oktopus.
Ein Restaurantgast lud dieses Foto des Körpers eines wild um sich schlagenden, noch lebenden Hummers hoch, der neben seinem abgeschnittenen Schwanzteil serviert wird.
In diesem Restaurant werden die abgetrennten Garnelen-Schwänze direkt neben ihren sich bewegenden „dekorativen“ Köpfen serviert.