Australiens grausamer Lebendexport

Auf den mehrstöckigen Lebendexport-Schiffen, vollgestopft mit unzähligen verängstigten Tieren, herrschen Hitze, Seuchen und Wassermangel. Am Ende ihrer grausamen Reise bekommen die Schafe nur noch die Schnitte stumpfer Schlachtmesser in ihrer Kehle zu spüren. Von Panik erfüllt, entströmt ihr Blut langsam aus ihren Körpern...

Fordern Sie den australischen Premierminister auf, Lebendexporte zu beenden!

Niemand möchte bei über 40°C auf einem von Krankheiten verseuchten Schiff wochenlang über die Weltmeere verfrachtet werden. Australische Reedereien dürfen jedoch weiterhin legal 100.000 Schafe auf ein Schiff sperren und auf eine qualvolle Todesreise um den halben Globus schicken – trotz regelmäßiger Skandale und systematischer Verstöße gegen die Vorschriften der australischen Behörden zum Lebendexport. Diese schlimmste Form des Tiertransportes gehört endlich abgeschafft!

Online Petition

Please End the Live Export of Australian Sheep!

Dear Prime Minister,

Please End the Live Export of Australian Sheep. I was shocked to learn that every year tens of thousands of sheep die on board of Australian live export ships destined for the Middle East. Whistleblower footage has now revealed for the first time how bad the conditions for animals really are. Many sheep seem to have no access to water or food, and if they want to lay down, they are forced to sit in their own feces. The footage shows panting sheep who stick out their tongues or break down in the scorching heat – among them hundreds of dead animals who have lost the fight against these extreme temperatures. 

Those who survive this gruesome journey face slaughter methods that are banned in Australia. Unexperienced workers slit their throats with dull and unsuitable knives while the sheep are still fully conscious.

The new footage leaves no room for justifications. The suffering that these sensitive animals endure is a stain on Australia's reputation. Please take immediate steps to put an end to live export.

Sincerely,

 

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Übersetzung des Briefes

Sehr geehrter Premierminister,

ich bin schockiert darüber, dass jedes Jahr zehntausende Schafe an Bord von australischen Lebendexport-Schiffen sterben, weil sie in den Nahen Osten verschifft werden. Aufnahmen eines Whistleblowers belegen erstmals die schrecklichen Lebensbedingungen der Tiere auf Übersee. Viele Schafe haben offensichtlich keinen Zugang zu Wasser oder Nahrung und wenn sie sich hinlegen möchten, müssen sie sich in ihren eigenen Kot setzen. Überall sind keuchende Schafe zu sehen, die ihre Zunge herausstrecken und unter der enormen Hitze zusammenbrechen. Unter ihnen hunderte tote Tiere, die den Kampf gegen die Temperaturen bereits verloren haben.

Auch nach ihrer Ankunft sind diejenigen Schafe, die die Strapazen der „Reise“ überlebt haben, einem Umgang und Schlachtmethoden ausgesetzt, die in Australien verboten sind. Unerfahrene Arbeiter schlitzen den Schafen mit stumpfen und ungeeigneten Messern die Kehle auf, obwohl sie noch bei vollem Bewusstsein sind.

Dank der neuen Beweise gibt es keine Ausreden mehr. Das Leiden, das diese sensiblen Tiere ertragen müssen, ist ein Schandfleck für Australiens Ansehen. Bitte leiten Sie sofortige Schritte ein, um den Lebendexport zu beenden.

Mit freundlichen Grüßen

Höllenqualen auf dem Weg zum Schlachter


Die australischen Schafzüchter rechtfertigen diesen grausamen weltweiten Lebendexport mit knallharten Profitinteressen. Die längste Odyssee müssen die Schafe ertragen, wenn sie in die Türkei verschifft werden. Das Land ist seit 2011 der drittgrößte Importeur von australischen Schafen – hinter Kuwait und Katar. Jährlich kommen dort mehr als 350.000 Tiere an. Allein im Jahr 2012 wurden 800.000 Schafe für das islamische Opferfest Eid al-Adha in den Nahen Osten verschifft.

Während des wochenlangen Lebendexports erkranken viele Tiere oder hungern sich zu Tode, weil sie die Futterpellets, die sie auf den Frachtern anstelle von Gras bekommen, nicht kennen. Lahmende Schafe werden von ihren panischen Artgenossen niedergetrampelt, sodass sie nicht mehr in der Lage sind, ihren Kopf vom fäkalienübersäten Boden zu heben. Der durch extreme Enge und Hitze verursachte Stress trägt zum Ausbruch von Krankheiten, wie z.B. Bindehautentzündung und Salmonelleninfektionen, bei. Während der Fahrt gestorbene Tiere werden einfach über Bord geworfen.
 

100.000 Schafe auf einem Geisterschiff

Im August 2011 musste der Lebendexport-Frachter Al Messilah nach einem Defekt zum Hafen Adelaide in Australien umkehren. Allein in den ersten 10 Tagen, bis das Schiff zum Ausladen der Schafe in den Hafen zurückkehren konnte, verstarben 298 Tiere. Nachdem die Bundesbehörden die Schafe wieder als „gesund für den Transport“ freigegeben hatten, wurden die Tiere gezwungen, ihre Reise fortzusetzen – weitere 206 Schafe starben an Bord des Schiffes. Die meisten Schafe verhungerten qualvoll, weil sie psychisch geschockt oder zu krank waren, um zu essen. 2010 starben fast 28.000 Schafe auf Lebendexport-Frachtern. Eine Sterberate von bis zu 2 Prozent bei Schafen und 1 Prozent bei Kühen wird von der australischen Regierung akzeptiert.

Die Vorgaben und Kontrollen der Lieferketten für die Lebendexport-Reedereien des australischen Landwirtschaftsministeriums schlagen systematisch fehl und erlauben weitere Skandale. Auf dem Lebendexport-Schiff Ocean Drover brach im August 2012 die Orf-Krankheit, eine blutige Haut- und Klauenseuche, aus. Die betroffenen 22.000 Schafe wurden vom Wüstenstaat Bahrain abgewiesen und erlebten einen weiteren unglaublichen Höllentrip von zwei Wochen bis nach Karachi, Pakistan. PETA Australien hat daraufhin eine Beschwerde beim Landwirtschaftsministerium in Bahrain eingereicht.

Nach der Entladung in Pakistan wurden Augenzeugenberichten zufolge bereits hunderte kranke Tiere von Kleinhändlern zu Billigpreisen an lokale Hotels und Restaurants verkauft, bevor die pakistanischen Behörden eine Quarantäne verhängten. Neben dem Orf-Virus wiesen Tierärzte die ebenfalls für Menschen gefährlichen Salmonellen-, E.Coli- und Strahlenpilz-Bakterien nach. Als barbarische „Notlösung“ ordneten die überforderten Behörden eine „Massenkeulung“ von tausenden Schafen an.
 
Australien schreibt keine Betäubung der Schafe bei der Schlachtung im Ausland vor. © Patty Mark/ALV
Australien schreibt keine Betäubung der Schafe bei der Schlachtung im Ausland vor. © Patty Mark/ALV

Das grauenvolle Ende

Die überlebenden Schafe werden oftmals von Bord der Frachter geprügelt oder an ihren Beinen von Verladekränen in die Luft gehievt und auf Dachgepäckträgern oder in halboffenen Kofferräumen festgebunden. Arabische Länder und die Türkei verfügen entweder über gar keine oder nur unzureichende Tierschutzgesetze, die praktisch nur auf dem Papier bestehen. Einige Schafe werden im Akkord in schmutzigen Hinterhöfen oder auf offener Straße geschlachtet, während andere von einzelnen Käufern nach Hause mitgenommen und qualvoll getötet werden. Videoaufnahmen aus der Türkei zeigen, wie Arbeiter in Schlachthöfen die Tiere an einem Bein in die Tötungslinie einhängen – alles bei vollem Bewusstsein und zitternd vor Angst, bis ihnen später die Kehle aufgeschlitzt wird. Diese Vorgehensweisen entsprechen in keiner Weise den Lehren des Islam und brechen jegliche Standards der Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) über den Umgang, den Transport und das Schlachten von Tieren.

Was Sie tun können

Der barbarische Lebendexport auf den Weltmeeren gehört abgeschafft. Teilen Sie diesen Aktionsaufruf und das Video mit Ihren Freunden und Bekannten, damit sich noch mehr Menschen beim australischen Premierminister für ein gesetzliches Verbot einsetzen.