Leichenberge aus Schafen: Diese Bilder sind schockierend!

Vernachlässigte Schafe und in einem anderen Fall verstreute Knochen, Verwesungsgeruch und Berge von Leichen in verschiedenen Stadien der Verwesung: Im April 2020 erreichten uns in zwei Fällen Whistleblower-Meldungen aus Mecklenburg-Vorpommern, bei der sich solche Gräueltaten seit Monaten oder sogar Jahren ereignet haben sollen.

Tierkadaver und verstreute Knochen

Ein Osterspaziergang endete für Augenzeugen mit einem jähen Ende. Die Spaziergänger wunderten sich über einen üblen Geruch und entdeckten ein paar Hundert Meter weiter zahlreiche Knochen, die auf einem Feld verstreut waren. Über ihren Köpfen kreisten Kolkraben in ungewohnt großer Zahl. Dann sahen die Spaziergänger eine Schafsherde – und trauten ihren Augen nicht: Vor einer Hecke unweit der Herde lagen mehrere Dutzend tote Schafe, zusammen mit „Schlachtabfällen“ und Schafswolle. Überall am Waldrand waren Tierknochen verstreut. Hinter der Hecke fanden die entsetzten Augenzeugen zwei große, alte Anhänger voller Schafkadaver und einen Berg aus Kadavern, die offenbar teilweise schon länger dort lagen. Dazwischen waren auch scheinbar frisch abgelegte Tierleichen zu sehen, darunter auch Lämmer, die in ihrem Blut lagen. Mangels Zeugen ist nicht klar, wer für den Leichenberg verantwortlich ist.

Die von den Raben verstreuten Kadaverreste stellen eine potenzielle Infektionsquelle dar, zumal sich in der Nähe Gewässer befinden, die verunreinigt werden könnten. 

Tierschutzwidrig gehaltene Schafe

Nur wenige Wochen zuvor wurde uns aus der benachbarten Gemeinde in einem anderen Fall berichtet, dass mindestens eine Herde mit insgesamt 2.000 bis 3.000 Schafen verschiedener Altersstufen unter tierschutzwidrigen Umständen leben. Die Mütter bringen täglich neue Lämmer zur Welt, doch die Tiere scheinen vernachlässigt: Laut Zeugenaussage finden sie auf den Weiden zu wenig Nahrung und Wasserquellen. Teilweise liegen die Schafe auf dem Rücken und können sich alleine nicht mehr aufrichten. Beim Weitertreiben der Tiere auf neue Weideflächen werden Mütter und Lämmer mitunter voneinander getrennt, doch es wird anscheinend nichts unternommen, damit die Tiere wieder zusammenfinden. Aufgrund ihrer schutzlosen Lage und bei dem Versuch, zu ihren Müttern zu gelangen, ertrinken die Tierkinder teilweise in Gräben oder verhungern. Schwache Tiere werden von Kolkraben zu Tode gepickt, selbst große Schafe fallen den Raben zum Opfer. Die Tierhalter sind allem Anschein nach jedoch weit und breit nicht zu sehen, um Abhilfe zu schaffen.

Keine Verbesserung nach Kontrolle des Veterinäramts

Die Augenzeugen zählten 100 tote Lämmer und kontaktierten das Veterinäramt, das in der Folge eine Kontrolle vor Ort durchführte. Da die Inspektion des Veterinäramts jedoch angekündigt worden war, konnten die Augenzeugen beobachten, dass Angestellte mehrere der toten Tiere bereits im Vorfeld entfernten. Auch nach der Kontrolle des Veterinäramts habe sich an der grausamen Situation offenbar nichts verändert.

Tierhalter ist Vorstand des Schaf- und Ziegenzuchtverbands

Gemäß der uns vorliegenden Informationen, gehört der Halter im Fall der tierschutzwidrig behandelten Schafsherde dem Vorstand des Schaf- und Ziegenzuchtverbands in Mecklenburg-Vorpommern an. Als CDU- und Gemeindesratsmitglied hat er sich einen Namen als „Merkel-Schreck“ gemacht. Inwieweit seine Position und Vernetzung in der Duldung der offensichtlich jahrelangen Tierquälerei beiträgt, ist bislang unklar.  

PETA erstattet Strafanzeige

Wir haben Strafanzeige gegen den verantwortlichen Tierhalter erstattet und fordern ein Tierhalteverbot.

Was Sie tun können

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