„Lieber nackt als im Pelz“: PETA Deutschland feiert 25-jähriges Jubiläum mit sexy Neuauflage des Kultmotivs

Splitterfasernackt sitzen fünf junge Models in sexy Pose nebeneinander und blicken ernst in die Kamera. Die Botschaft: „Lieber nackt als im Pelz“. Als PETA Deutschland im Jahr 1994 gegründet wurde, sorgte das Motiv bereits mit Topmodels wie Tatjana Patitz international für Furore. Anlässlich des 25-jährigen Jubiläums wurde das Kultbild 1:1 mit deutschen Fotomodellen nachgestellt: Gemeinsam mit PETA setzen jetzt Emily Lucia Harnack, Svenja Holtmann, Lara Koch, Roxi Heltriegel und Kathie Lam ein Zeichen gegen das Leid der Tiere in der Pelzindustrie.

„Seit 1994 setzen wir uns in Deutschland für die Tiere ein. Unsere kontroversen Aktionen sorgen dafür, dass traurige Themen, vor denen viele gerne die Augen verschließen, öffentlich sichtbar werden“, so Harald Ullmann, Gründer und zweiter Vorsitzender von PETA Deutschland.

„Unsere Vision ist eine Welt, in der Tiere weder ausgebeutet noch gequält werden. Unsere Vorgehensweise, zu schockieren, viel zu fordern und provokativ zu sein, hilft uns dabei, diesem Ziel Schritt für Schritt näher zu kommen.“


Die Hamburger Agentur PMA Models organisierte die Models für das Shooting, die Berliner Starfotografin Nela König setzte sie stilvoll in Szene. Beide unterstützen PETA unentgeltlich.
 
Nackt Models
Emily Lucia Harnack, Svenja Holtmann, Lara Koch, Roxi Heltriegel und Kathie Lam (von links nach rechts) machen sich gegen Tierleid stark. / © Nela König für PETA

Eine Kultkampagne

„Lieber nackt als im Pelz“ ist eine der weltweit bekanntesten PETA-Kampagnen. Ursprünglich die Idee einer Aktivistin, startete sie 1990 unter dem Titel „I’d rather go-go naked than wear fur“ mit den Go-go Girls in den USA. In Deutschland unterstützten seit 1994 zahlreiche Prominente den nackten Protest gegen Pelz, unter anderem Die Toten Hosen, Dana Schweiger und Nova Meierhenrich. PETA nutzte als erste NGO hierzulande unter anderem Prominentenkampagnen für die Umsetzung ihrer Ziele.
 
Nackt Models
25 Jahre früher: Emma Sjöberg, Tatjana Patitz, Heather Stewart-Whyte, Fabienne Terwinghe und Naomi Campbell (von links nach rechts) ziehen sich für das Wohl der Tiere aus. / © Patrick Demarchelier für PETA

Erfolge im Kampf gegen Pelz

Als PETA Deutschland 1994 gegründet wurde, verwendeten fast alle großen Luxusdesigner Pelz in ihren Kollektionen. Dank PETAs aufsehenerregenden Aktionen und zahlreichen Gesprächen mit Vertretern der Bekleidungsbranche haben sich mit der Zeit fast alle namhaften Hersteller von Pelz distanziert. Modeketten wie H&M, Zalando oder Zara haben sich dazu verpflichtet, keinen Pelz anzubieten und viele Luxusmarken wie Michael Kors, Gucci und Hugo Boss sind mittlerweile pelzfrei.

Dank PETAs Aufklärungsarbeit wurde Tierschutz zu einem wichtigen Einkaufskriterium für viele Konsumenten. Auch Pelzfarmer bekamen die wachsende Kritik an ihrem blutigen Geschäft zu spüren. Während 1994 noch hunderttausende Nerze und Füchse auf deutschen Pelzfarmen getötet wurden, steht seit März 2019 auch die letzte Pelzfarm Deutschlands leer. Dennoch werden weiterhin Felle aus Ländern wie China, Dänemark, Polen und Finnland importiert. PETA setzt sich sowohl für ein Importverbot für Pelz nach Deutschland als auch für ein weltweites Ende der Pelzindustrie ein.

Was Sie tun können

Bitte kaufen Sie weder Kleidung aus Pelz noch Accessoires mit Pelzbesatz. Es gibt eine Vielzahl an veganer Mode aus Materialien wie Baumwolle oder Viskose, für die kein Tier leiden musste. Bitten Sie auch Freunde und Bekannte, sich für Kleidung aus pflanzlichen Materialien und Kunstfasern zu entscheiden. Wer nicht auf den Fell-Look verzichten möchte, kann auf hochwertige Pelzimitate zurückgreifen, die es mittlerweile auch auf Basis recycelter Materialien gibt.