Lorch: Schaf auf Weide getötet und ausgenommen – PETA setzt 1000 Euro Belohnung für Hinweise aus

Lorch / Stuttgart, 13. August 2019 – Suche nach Tierquälern: Einer Polizeimeldung zufolge töteten Unbekannte zwischen Samstagmorgen und Montagmorgen, 9 Uhr, auf einer Wiese in der Klosterstraße, nördlich des Klosters Lorch, ein braunes Bergschaf und nahmen es aus. Die Täter durchdrangen dazu zunächst einen Stromzaun. Sie ließen die Innereien, die Füße und das Fell des toten Schafes zurück. Sachdienliche Hinweise auf die Täter nimmt der Polizeiposten Lorch unter der Telefonnummer 07172-7315 entgegen.
 
PETA setzt Belohnung aus
Um den Fall aufzuklären, setzt PETA nun eine Belohnung in Höhe von 1000 Euro für Hinweise, die die Täter überführen, aus. Zeugen werden gebeten, sich an die Polizei zu wenden und können sich telefonisch unter 01520-7373341 oder per E-Mail bei der Tierschutzorganisation melden – auch anonym.
 
„PETA möchte helfen, die Tierquäler zu überführen“, sagt Judith Pein im Namen von PETA. „Die Täter müssen zur Rechenschaft gezogen und weitere Übergriffe auf Schafe verhindert werden. Tierquälerei ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat nach Paragraf 17 des Tierschutzgesetzes und kann mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden. PETA fordert für überführte Tierquäler strenge juristische Konsequenzen – denn so kann eine abschreckende Wirkung erzielt werden.“
 
Zusammenhang zwischen Gewalttaten an Menschen und Tieren
Psychologen, Gesetzgeber und Gerichte sind sich mittlerweile einig, dass Vergehen an Tieren vermehrt Aufmerksamkeit verlangen. Aggressionsforscher Dr. Christoph Paulus von der Universität des Saarlandes dazu: „Geschätzte 80 bis 90 Prozent aller extremen Gewalttäter haben vorher bereits Tiere gequält.“ [1] Über den Zusammenhang von Tierquälerei und Gewalttaten klärt PETA in der Broschüre „Menschen, die Tiere quälen, belassen es selten dabei“ auf, die als Informationsquelle für Staatsanwälte, Richter, Polizeibeamte und Sozialarbeiter dient.

PETA setzt regelmäßig Belohnungen in Fällen von misshandelten oder ausgesetzten Tieren aus, um bei der Ermittlung der Täter zu helfen – beispielsweise auch für entscheidende Hinweise zu den Übergriffen auf Pferde in Thüringen oder der verletzten Kuh in Coswig.
 
[1] Gespräch mit PETA Deutschland e.V., 2010.
 
Weitere Informationen:
PETA.de/Tierqual
PETA.de/Staatsanwalt
PETA.de/Whistleblower
PETA.de/Themen/Schafe
 
Kontakt:
Lisa Kienzle, +49 711 860591-536, [email protected]