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Los Angeles hat’s verstanden: Tierausbeutung ist kein Partyspaß

Schlange

Dieser Waran musste für Instagram-Likes herhalten …

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Hit her with the one two

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… und dieser Bär wurde auf der Party eines Möchtegern-Sternchens ausgebeutet:

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When your girls hungry

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Doch damit ist nun Schluss, zumindest in Los Angeles: Am 18. Februar hat der Stadtrat von L. A. einstimmig beschlossen, dass es in der Stadt nicht mehr erlaubt sein soll, exotische Tiere als Party-Requisiten zu missbrauchen. Außerdem ist es verboten, gefährliche Tiere in Kontakt mit der Öffentlichkeit zu bringen, und Wildtiere dürfen auch nicht mehr zu Auftritten in Zirkussen oder anderen Shows gezwungen werden. Damit die Verbote rechtskräftig werden, muss sie nun nur noch Bürgermeister Eric Garcetti unterzeichnen.

Wer völlig verängstigte Pinguine, panische Raubkatzen oder andere Wildtiere als „Party-Gag“ missbraucht, verurteilt diese Lebewesen zu einem leidvollen Leben in Ketten, Käfigen oder Zirkuswagen. Und er setzt seine Partygäste großer Gefahr aus – kein Wunder beim Kontakt zwischen verstörten Wildtieren und unwissenden Menschen.

Werden Tiere zu Partyauftritten gezwungen, müssen sie zunächst einen stark stressbehafteten Transport hinter sich bringen. Danach werden sie in eine Umgebung gesteckt, die ihnen völlig fremd ist. Es fehlt in jeder Hinsicht an artgerechtem Umgang mit den Tieren. Hinzu kommen – oft lärmende – Menschengruppen. Das US-Tierschutzgesetz verlangt zwar, dass Tieraussteller eine Lizenz des Landwirtschaftsministeriums vorweisen können. Doch die hier angewandten Standards und deren Durchsetzung sind so schwach, dass Tiere häufig unter völlig artwidrigen Bedingungen gehalten werden und die Tieraussteller dennoch keine bundesrechtlichen Konsequenzen fürchten müssen.

Um es kurz zu machen: Es gibt weder eine sichere noch eine tierfreundliche Möglichkeit, Tiere als Party-Requisiten zu nutzen. Eine derartige Ausbeutung sollte weltweit verboten sein.
PETA USA hat das fortschrittliche Verbot von Los Angeles von Anfang an verfolgt und unterstützt. Zum ersten Mal stimmte der Stadtrat von L. A. im Jahr 2017 für das Aufsetzen einer solchen Verordnung. PETA USA konnte in der Erarbeitung des Entwurfs Kommentare und Informationen einbringen. Über zwei Jahre später freuen wir uns nun, dass bald keine Bären, Giraffen, Elefanten oder Löwen mehr zu Partys geschleift werden.

Tiere auszubeuten, ist keine Unterhaltung

In der Unterhaltungsbranche ausgebeutete Tiere leiden sowohl hinter den Kulissen als auch während ihrer „Auftritte“. Ob nun bei einer Privatparty, im Zirkus oder in einem mit Chlorwasser gefüllten Becken: Ausbeutung als Unterhaltung oder gar Artenschutz zu verkaufen, ist ein absolutes No-Go.

Was Sie tun können

Bitte unterstützen Sie niemals Attraktionen oder Veranstaltungen, bei denen Tiere zur menschlichen Belustigung herhalten müssen.
Wenn Sie Zeuge von Tierquälerei werden, schauen Sie nicht weg, sondern gehen Sie aktiv dagegen an!
  

Unsere Autoren

PETA Team

Unsere Blogbeiträge zu den Themenbereichen Tierrechte und Veganes Leben werden von Mitarbeitern von PETA Deutschland und externen Co-Autoren verfasst.