Mädchen im TUI-Urlaub in Mexiko von Delfinen angegriffen – PETA fordert Reiseveranstalter auf, Angebote mit Meeressäugern aus Programm zu streichen

Cancun / Hannover / Stuttgart, 5. Dezember 2019 – Tragischer Unfall bei Familienurlaub in Cancun: Als die 10-jährige Lexi aus Großbritannien im Rahmen einer TUI-Reise mit Delfinen schwimmen ging, zogen die Tiere sie unter Wasser und verletzten sie. Die Mutter des Mädchens erklärte im Interview mit „The Sun“, dass sie dachte, ihre Tochter würde sterben. Trotzdem hat TUI immer noch Schwimmen mit Delfinen in Mexiko im Programm. PETA hat den Reiseveranstalter nun erneut angeschrieben und aufgefordert, alle Angebote mit Delfinen endlich aufzugeben. Erst vergangene Woche hatten sich der Reiseveranstalter und die Tierrechtsorganisation in Berlin getroffen. Dabei hat TUI die Verantwortung auf seine Kunden abgewälzt.  

„Kein Reiseanbieter, der wie TUI Reisen in Meereszirkusse anbietet, kann behaupten, dies sei ‚nachhaltig’. Orcas und andere Delfine leiden massiv, wenn sie von ihren Familien getrennt in engen Betonbecken unnatürliche Kunststücke aufführen müssen. Bereits vier Orca-Trainer wurden getötet und selbst Kinder werden von frustrierten Delfinen angegriffen. Wir fordern TUI auf, endlich alle Delfinparks aus dem Programm zu streichen!“, so Dr. Tanja Breining, Meeresbiologin und Fachreferentin für Fische und Meerestiere bei PETA.

Hintergrundinformationen zur TUI-Kampagne von PETA
Seit gut einem Jahr läuft die PETA-Kampagne gegen TUI. Auch Prominente wie Andy MurrayPamela Anderson sowie Martin Brambach und Christine Sommer appellierten bereits an den Reiseanbieter, Tickets für Shows mit den Meeressäugern aus dem Angebot zu streichen.
PETA plant noch vor Jahresende die Übergabe von 100.000 Unterschriften, die in Europa und bald auch in den USA gesammelt werden. Durch sie wird das Reiseunternehmen einmal mehr aufgefordert, den Ticketverkauf für SeaWorld und den Loro Parque zu beenden. Die Tierrechtsorganisation ist zudem TUI-Aktionär und plant bei der nächsten Jahreshauptversammlung erneut eine Protestaktion. Auch aktuelle Bilder von SeaWorld-Trainern, die während SeaWorld-Shows auf der Nase von Delfinen stehen, bewegten TUI nicht dazu, Meereszirkusse aus dem Angebot zu streichen. 
 
Meeressäuger leiden in Gefangenschaft
In einem Artikel in der ZEIT wird die Gefangenhaltung von Orcas in Zoos als „Unzumutbarkeit“ beschrieben, „die inzwischen so sehr Konsens ist, dass sogar […] SeaWorld die Einstellung der Zucht beschlossen hat“. Doch für die gefangenen Tiere ändert das nichts an ihrer traurigen Situation.
In freier Wildbahn leben die Meeressäuger in großen Familienverbänden und legen jeden Tag bis zu 220 Kilometer zurück. Bei SeaWorld und im Loro Parque hingegen werden miteinander unverträgliche Orcas zusammen in ein Becken gesperrt. Aus Frustration und Verzweiflung darüber nagen die Tiere an den Betonwänden der Becken und ruinieren sich dabei die Zähne. Auch ist die Rückenflosse aller männlichen Orcas in Gefangenschaft infolge des Bewegungsmangels eingeknickt. Mindestens 41 Orcas sind unter SeaWorlds Aufsicht bereits gestorben, unter anderem an den Folgen von Lungenentzündung, Darmerkrankungen und Herz-Kreislauf-Versagen. In Freiheit werden Orcas zwischen 30 und über 100 Jahre alt. In Gefangenschaft hingegen liegt ihre durchschnittliche Lebenserwartung gerade einmal bei 14 Jahren. PETA fordert die Parks auf, ihre Delfine und Schwertwale in betreute Auffangstationen im Meer zu überführen.

PETAs Motto lautet in Teilen, dass Tiere nicht dazu da sind, dass sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein: eine Weltanschauung, die den Menschen als allen anderen Lebewesen überlegen einstuft.

Weitere Informationen:
PETA.de/TUI-Petition

Pressekontakt:
Carolin von Schmude, +49 711 860591-528, [email protected]