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Deutsche Biathletin Maren Hammerschmidt setzt Zeichen gegen die Ausbeutung von Eseln und Maultieren als „Taxis“ auf Santorin

Maren Hammerschmidt Santorin
Die Ausbeutung von Tieren ist alles andere als fair. Deswegen unterstützt die bekannte deutsche Biathletin Maren Hammerschmidt PETA in der Kampagne gegen das Reiten von Eseln und Maultieren auf der griechischen Urlaubsinsel Santorin. Durch schlechtsitzende, abgenutzte Sättel und ungeeignetes Zaumzeug leiden viele der Tiere an schmerzhaften Abschürfungen und Wunden. Während die Tiere in der prallen Sonne auf die nächste Tour warten müssen, verwehren die Halter ihnen selbst grundlegende Dinge wie Wasser. Daher fordert Hammerschmidt alle Touristen auf, sie nicht weiter als „Taxis“ zu missbrauchen. Zudem appelliert sie an die griechische Regierung, das Leid endlich zu beenden.  
 
Maren Hammerschmidt Santorin

„Die Bilder vom Leid der Esel und Maultiere auf der Urlaubsinsel Santorin lassen mich nicht mehr los. Diese grausame Tradition muss umgehend beendet werden“, so Hammerschmidt für PETA. „Ich appelliere an alle Menschen, niemals auf Touristenattraktionen wie das Esel- und Maultierreiten auf Santorin reinzufallen, sondern immer auf tierfreundliche Alternativen zu setzen.“


Maren Hammerschmidts größte Erfolge sind einmal WM-Gold und einmal Bronze in der Staffel sowie zweimal EM-Silber und einmal Bronze in der Staffel. Nach einer schweren Sprunggelenksverletzung in der vergangenen Saison kämpft sie sich dieses Jahr zurück in den Weltcup.

Über das Esel- und Maultierreiten auf Santorin

PETA deckte bereits 2018 die Missstände der vermeintlichen Touristenattraktion auf. Mehrmals täglich müssen etwa hundert Esel und Maultiere mit Touristen auf dem Rücken die mehr als 500 Stufen Stadt Firá bezwingen – obwohl es eine Seilbahn gibt. Das zuständige griechische Ministerium hat eine Gewichtsgrenze fürs Reiten festgelegt. Aber PETAs neue Recherche zeigt, dass sich die Eselführer nicht an die Regelung halten und es keine Kontrollen gibt. Zudem rammen viele Touristen den Tieren die Fersen in die Flanken, um sie zum Gehen zu bewegen, oder ziehen sie die Stufen runter. Auch härtere Strafen und vermehrte Kontrollen, wie sie der griechische Agrarminister Voridis Ende 2019 ankündigte, werden nicht zum Erfolg führen. Dies zeigt nach PETAs Ansicht die jahrelange Erfahrung.

Im Gegensatz zu Pferden sind Anzeichen für Schmerz, Angst oder Krankheit bei Eseln nur schwer erkennbar. Sehen sie sich einer potenziellen Gefahr ausgesetzt, verwurzeln sie ihre Füße am Boden, um die Situation zu analysieren. Häufig wird dieses Verhalten als „Sturheit“ interpretiert, obwohl Esel in solchen Momenten höchstwahrscheinlich Angst empfinden.

Was Sie tun können

Unterstützen Sie im Urlaub niemals „Attraktionen“ mit Tieren.