Muskelschwund-Patientin: „Ich wollte nie, dass Tiere für mich leiden.“

„Ich habe nie darum gebeten, dass Tiere für mich leiden.“ Diese ergreifenden Worte stammen von Pascaline Wittkowski.

Die Französin ist seit fast 40 Jahren an Muskeldystrophie (MD) erkrankt. Es ist eine schwerwiegende Krankheit, die einen fortschreitenden Muskelschwund verursacht. Es ist ein Leben voller Beschwerden und Schmerzen. 1987 schöpfte Pascaline allerdings Hoffnung. Denn die französische Hilfsorganisation AFM-Téléthon gab bei einem Spendenaufruf im Fernsehen bekannt, die Forschung zur Heilung der Muskelerkrankung im großen Stil zu fördern. Schon bald sollte es Heilungs- und Therapiemöglichkeiten geben.

Jahrzehntelanges Leiden

30 Jahre später ist Pascaline an den Rollstuhl gefesselt. Außerdem brach sie mit AFM-Téléthon und der MD-Forschung. Was ist passiert?

Bereits 2016 enthüllte PETA France die unzumutbaren Zustände in französischen Laboren, die mit der Erforschung von MD beauftragt wurden. Pascaline war von diesem Videomaterial entsetzt. Es zeigt Hunde, denen gezielt lähmende Muskelerkrankungen angezüchtet wurden. Sie können nur unter großer Anstrengung gehen, schlucken und atmen. Wenn sie nicht vorher getötet werden, erleiden sie einen qualvollen Erstickungstod. Ein Ausmaß des Grauens, das sie nicht mit ihrem Gewissen vereinbaren kann, wie das bewegende Video zeigt.



All dieses Leiden brachte MD-Patienten wie Pascaline keine Linderung oder gar Heilung. Auch nach Jahrzehnten der Forschung an Hunden gibt es noch immer keine Heilmethode, mit der sich der Verlauf dieser schrecklichen Krankheit beim Menschen stoppen ließe.

„So viel Forschung und doch kein Heilmittel. Warum? Ganz einfach. Weil ich kein Hund bin.“


Denn die Muskeldystrophie eines Hundes ist einfach nicht mit der eines Menschen vergleichbar. Deshalb wendete sich Pascaline an die Öffentlichkeit.

„Wenn Sie Menschen, die an Muskelerkrankungen leiden, wirklich helfen möchten, spenden Sie nicht an Téléthon, sondern unterstützen Sie wissenschaftliche Forschungsmethoden, bei denen keine Tiere eingesetzt werden.“
 

Forschungsmethoden ohne Tierversuche funktionieren

Es gibt vielversprechende tierfreie Forschungsansätze, mit denen an der Entwicklung von Therapien für Muskelerkrankungen gearbeitet wird. So gibt es vom Institut für Biotechnik Katalonien (IBEC) ein „Muskel auf einem Chip“ Gerät, um die Forschung zu MD zu ermöglichen. Vorteil ist die personalisierte Herangehensweise für den Patient oder die Patientin. Und natürlich, dass alles ohne Tiere vonstattengehen kann.

Was Sie tun können

Helfen Sie, das Leid der Hunde in den Tierversuchslaboren zu beenden und unterschreiben Sie unsere Petition.