Nach PETA-Recherche: Veganer Prinz rettet Tiere in Petra

Es könnte ein Riesenerfolg für die Tiere werden: Nach PETAs Kampagne und zahlreichen internationalen Beschwerden sollen in der jordanischen Felsenstadt Petra schon bald keine Tiere mehr leiden müssen. Darauf einigten sich die jordanische Tourismusministerin, die für die Felsenstadt zuständige Lokalbehörde und der saudische Prinz Khaled bin Alwaleed als Investor. Damit wäre dem offenen Tiermissbrauch, den PETA in diesem Enthüllungsbericht festhalten konnte, ein Ende gesetzt. Und ganz im Sinne der örtlichen Tourismusbranche werden nach Umsetzung der Pläne auch Beschwerden von Touristinnen und Touristen aus der ganzen Welt endlich ausbleiben.


Die beteiligten Parteien unterschrieben vor wenigen Tagen eine Absichtserklärung und legten bereits konkrete Pläne fest. Umweltfreundliche Elektrofahrzeuge sollen schon bald Tourist/-innen durch die antike Stadt kutschieren und vielen Tieren damit Leid ersparen. Außerdem sollen eine Auffangstation für die Tiere der Stadt sowie moderne Tierkliniken entstehen. An Trinkstationen soll den verbleibenden Tieren in Petra stets frisches Wasser zur Verfügung stehen. Und es soll untersagt ein, Tiere über gefährliche Pfade zu zwingen und ihnen schwere Lasten aufzuladen.

Der saudische Prinz Khaled bin Alwaleed war schon früher mit seinem Engagement für die Tiere aufgefallen. So plant der Veganer etwa die Eröffnung virtueller Meeresaquarien. Der Seite Plant Based News verriet er nun über seine Pläne für Petra: „Unsere Vision ist es, die Stufen hinauf zum Kloster zu restaurieren und zu erhalten, damit die Schönheit dieses […] Pilgerweges erhalten bleibt. Und wenn ich sage ‘restaurieren’, dann meine ich, dass keine Tiere mehr die Stufen hochlaufen sollen […]. Tiere sind nicht dazu da, mit Peitschenhieben zu Dingen gezwungen zu werden, die sie nicht tun wollen. Sie sind nicht dazu da, Menschen als Kutschen zu dienen.“

Maultiere und Esel müssen derzeit noch den beschwerlichen Weg über 900 Stufen zum Kloster regelmäßig hinauf und wieder hinunterlaufen – mit Personen auf dem Rücken. Pferde zerren kilometerweit jeden Tag Kutschen durch die antike Stadt. Die Tiere werden mit Ketten und Seilen geschlagen, damit sie sich fügen. Ihre offenen Wunden sind teils gut sichtbar und von Fliegen befallen. Nun besteht wieder Hoffnung für all die geschundenen Tiere.

Was sie tun können

Sollten Sie im Urlaub oder Zuhause auf Tierleid stoßen, schauen Sie nicht weg. Informieren Sie die Behörden und den örtlichen Tierschutz oder PETA. Am besten halten Sie den Missbrauch oder die Missstände per Foto oder Film fest, um die nötigen Beweise zu haben.

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Die Blogartikel zu den Themen Tierrechte und veganem Lifestyle sind von und mit den Mitarbeitern von PETA Deutschland e.V. und weiteren Co-Autoren.