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Nach Tod des Schwarzspitzenriffhais im Düsseldorfer Aquazoo: PETA fordert virtuelles Aquarium

 
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Stand November 2017
Düsseldorf / Stuttgart, 27. November 2017 – Vorbild New York: Nach dem Tod eines Schwarzspitzenriffhais im Düsseldorfer Aquazoo forderte PETA den Zoo in einem Schreiben auf, den Hai nicht durch ein neues Tier zu ersetzen. Stattdessen bringt die Tierrechtsorganisation eine virtuelle Tierhaltung ins Gespräch und verweist hierbei auf das im Oktober eröffnete Virtual Aquarium in New York.
„Der Aquazoo der Zukunft ist ein virtueller Zoo, in dem keine Wassertiere mehr in vergleichsweise karge Becken eingesperrt sind“, so Dr. Tanja Breining, Meeresbiologin und Fachreferentin für Fische und Meerestiere bei PETA. „Aquarien und Meereszoos tragen auch zur Plünderung der Ozeane bei statt zu ihrem Schutz. Die Meere sind überfischt und viele Haiarten vom Aussterben bedroht – wir hoffen daher, dass der Aquazoo dem New Yorker Beispiel folgt.“

Das virtuelle Aquarium in New York macht die Unterwasserwelt greifbar, ohne Lebewesen damit zu schaden. Der Sender National Geographic realisierte die Ausstellung mit Digitaltechnologie, 3-D-Bildern und Spezialeffekten in unterirdischen Räumen.
 
Ein virtueller Aquazoo würde den Fang unzähliger Lebewesen verhindern und es Menschen ermöglichen, die Tierwelt auf respektvolle Art kennenzulernen. Zudem muss ein virtueller Zoo nicht auf Fische begrenzt sein. Auch Wassertiere wie Kraken, Meeressäuger oder Krebstiere könnten so vor einem Leben in Gefangenschaft bewahrt werden. Interaktive Spiele, mit denen Zoobesucher die Lebensweise der Tiere studieren, haben insbesondere für Kinder einen deutlich höheren Lern- und Sensibilisierungseffekt als das Beobachten eingesperrter Tiere.

Der Fang aus dem Meer oder der Transport der Tiere aus anderen Aquarien ist immer mit Stress für die Fische verbunden – teils mit tödlichen Folgen. Laut einem Bericht des Magazins Der Spiegel, der sich auf einen Report des Washingtoner Worldwatch-Instituts bezieht, werden jährlich 500 bis 600 Millionen Zierfische aus den Meeren geschöpft [1]. Zahlreiche Wildfänge stammen aus tropischen Gewässern, meist aus Korallenriffen, wo sie illegal gefangen werden. Ein großer Teil der Tiere überlebt die häufig sehr langen Transportwege über Tausende von Kilometern nicht.

Haie sind ausgesprochen intelligente Tiere mit unterschiedlichen Persönlichkeiten. Sie bewohnen die Erde seit rund 450 Millionen Jahren und sind ein wichtiges Glied im Kreislauf der Natur. Da ein artgerechtes Leben nur in Freiheit möglich ist, fordert PETA die grundsätzliche Abschaffung von Aquarien.

[1] Philip Bethge (2000): Giftattacke im Korallenriff. Der Spiegel. 10/2000.

Weitere Informationen:
PETA.de/Fische-In-Aquarien-Nein-Danke
Veganblog.de/Ernahrung/Gastblog-Meeresbiologe-Tom-Vierus

Kontakt:
Denis Schimmelpfennig, +49 711 860591-528, DenisS@peta.de