Neues Video zeigt: Hennen totgeschlagen und zum Sterben liegengelassen

Es ist nicht das erste Mal, dass das wahre Grauen der Eierindustrie ans Tageslicht kommt. Doch eine aktuelle Ermittlung von PETA USA zeigt erneut, wie skrupellos und gewaltsam Hennen ihrer Eier wegen ausgebeutet werden. Tausende Tiere wurden in einem Betrieb in Oklahoma misshandelt, zum Sterben liegengelassen, totgeschlagen oder vergast.

Horrorkäfige

Ein Augenzeuge von PETA USA ermittelte verdeckt in einem Betrieb, der große US-Marken wie Kroger beliefert. Ein Informant hatte die Tierrechtsorganisation auf die Firma aufmerksam gemacht, bei der in elf riesigen Ställen bis zu 1,2 Millionen Hennen untergebracht sind. Ein Blick in die Käfige zeigte: Viele Hennen waren bereits tot und verwesten tagelang neben ihren Artgenossinnen. Diese waren gezwungen, über die Leichen zu steigen und legten ihre Eier – die später im Supermarkt landen – in diese völlig unhygienischen Käfige.
 
Alle Hennen müssen ihr Leben lang auf Drahtböden stehen, die sich schmerzhaft in ihre Füße bohren. Darin können sie noch nicht einmal ihre Flügel richtig ausstrecken. Sie urinieren und koten in die darunterliegenden Käfige – ein Horror für so reinliche Tiere wie Hühner. Sie stehen unter derart starkem Stress, dass sie sich teils die eigenen Federn ausreißen.

Hitzetote

Innerhalb weniger Wochen im Juli und August starben fast 8.000 Hennen, weil die Temperaturen in den Ställen über 40 Grad stiegen. Hennen können nicht wie wir schwitzen. Bei großer Hitze brauchen sie unbedingt kühles Trinkwasser, was einigen nicht zur Verfügung stand. Sie müssen ihre Flügel ausstrecken, im Staub oder Wasser baden können, um sich Erleichterung zu verschaffen. Die völlig überhitzten Tiere hechelten verzweifelt. Viele erlagen schließlich offenbar einem Hitzeschlag – ein grausamer Tod, der oft mit Atemproblemen und Krämpfen einhergeht.
 

Vergast

Die Eierindustrie züchtet Hennen auf solche Leistungen, dass ihre Körper nach rund zwei Jahren völlig ausgelaugt sind. Sinkt ihr Nutzen, haben die Tiere keinen Wert mehr für die Industrie. Anfang August zerrten Arbeiter über 49.000 Hennen aus ihren Käfigen und schmetterten ihre Köpfe gegen Metallkisten. Dann stopften sie die Tiere in Boxen und vergasten sie. Die Hennen erlitten dabei unsagbare Schmerzen. Viele überlebten diesen Wahnsinn und wurden später einfach totgeschlagen oder zum Sterben liegengelassen.
 

Wie Müll entsorgt

Der Stallboden war mit toten Hühnern übersät. Arbeiter warfen sie in Güllegruben. Der Augenzeuge stieß in einer Gruppe auf ein lebendes Huhn und wies seinen Kollegen darauf hin. Dieser erwiderte nur, auch dieses Tier würde schon bald tot sein. Grundsätzlich wurden verletzte und kranke Hühner in dem Betrieb nicht tierärztlich versorgt oder schmerzfrei getötet. Bereits mehrfach kam die Firma außerdem in den vergangenen Jahren mit dem Gesetz in Konflikt. Dabei ging es etwa um Umweltsünden, arbeitsrechtliche Verstöße und Hygieneprobleme.

Was Sie tun können

Seien Sie nicht Teil dieser Ausbeutungsindustrie! Wer Hühnern helfen will, sollte aufhören, Fleisch und Eier zu konsumieren. In unserem kostenlosen Veganstart-Programm erhalten Sie viele nützliche Tipps für den Umstieg sowie leckere tierleidfreie Rezepte.


In dem von PETA USA untersuchten Betrieb befinden sich noch immer hunderttausende Hennen! Die Behörden wurden benachrichtig. Aber die Eierindustrie kann solange weiter agieren, wie sie Abnehmer findet. Bitte beteiligen Sie sich am Aktionsaufruf von PETA USA, in dem Kroger aufgefordert wird, die Geschäftsbeziehung zu dem Unternehmen umgehend einzustellen.

Unsere Autoren

Nadja Winter

ist Politikwissenschaftlerin, Brotliebhaberin und Hundehaareinsammlerin.