„Gib auf oder ich töte dich“ – PETA zeigt Hundetrainer an

Über 200 Whistleblower-Meldungen erreichen uns von PETA Deutschland e.V. jeden Monat. Darunter auch immer wieder Fälle, bei denen Hunde von Menschen bei „Trainingsmethoden“ traktiert und grausam behandelt werden. Uns wurde ein solches Tierqualvideo zugespielt, auf welchem zu sehen ist, wie ein noch unbekannter Hamburger Hundetrainer eine Rottweilerhündin gemeinsam mit einem weiteren Mann so misshandelt, dass die Hündin am Ende regungslos über mehrere Minuten auf dem Boden liegt.

Minutenlang traktiert

Unter Anleitung des Hundetrainers soll der Mann der Hündin, welche mit einem Maulkorb versehen und mit mehreren Hundeleinen an einem Baumstamm befestigt ist, eine Würgeschlinge über den Hals ziehen. Minutenlang provoziert er die Hündin, die keine Chance hat, aus dieser Situation zu entkommen. Immer wieder versucht die Hündin, nach hinten zu gehen, um sich der penetranten Bedrängung des Mannes zu entziehen.

Panische Augen – blutverschmierter Maulkorb

In der nächsten Szene liegt die Hündin stark keuchend auf dem Boden. Sie bewegt sich nicht und ihre Augen sind weit und panisch aufgerissen. Der Maulkorb ist blutverschmiert. Was zuvor passiert ist, wird in dem Video nicht gezeigt. Der Trainer erklärt: „Schlinge drum und quasi den letzten Schritt gegangen und sie jetzt erstmal zur Aufgabe gezwungen.“ Dem Hund solle hierbei beigebracht werden: „Gib auf oder ich töte dich“. Der Zustand der Hündin ist lebensbedrohlich.

Die Methoden des Hundetrainers sind äußerst brutal und grausam. Sie basieren auf Zwang, Angst, Schmerzen und Druck. Erschreckend, dass er nicht einmal davor Halt macht, die Hündin nahezu bis zur Bewusstlosigkeit zu würgen. Sie befand sich dadurch in einem ernstzunehmenden lebensbedrohlichen Zustand. Dem Hamburger Trainer muss unbedingt die Arbeitserlaubnis entzogen werden, um weitere Tiere vor ihm zu schützen. Hundetraining darf niemals auf Gewalt basieren, sondern immer auf positiver Bestärkung. Nur so kann ein Vertrauensverhältnis zwischen Hund und Mensch entstehen.

PETA erstattet Strafanzeige gegen den Hundetrainer

Das Video endet, während die Hündin nach mehreren Minuten noch immer regungslos auf dem Boden liegt. Wir erstatteten in dem Fall Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Hamburg und fordern, dem Trainer die Trainerlizenz zu entziehen.

Schon seit vielen Jahren plädieren verantwortungsvolle und professionelle Hundetrainer für gewaltfreie Trainings- und Erziehungsmethoden. Kommen im Hundetraining „Würgeschlingen“ zum Einsatz, sind auch körperliche Schmerzen und Schäden unausweichlich: Zieht sich die Leine zu, entsteht ein Druck auf den empfindlichen Kehlkopf und die Luftröhre des Tieres. Todesfälle beziehungsweise schwere Verletzungen aufgrund solcher Methoden sind uns bekannt. Hundehalter müssen im Umgang mit ihren tierischen Freunden souverän sein. Strafen oder gar Gewalt zerstören das Vertrauen, führen zu dauerhaftem Stress, Frustration und zu Verhaltensauffälligkeiten. Misshandelte Hunde können zu einer Gefahr für andere Lebewesen werden.

Was Sie tun können

Sollten Sie Tierquälerei beobachten, dann schauen Sie niemals weg. Werden Sie aktiv: Falls möglich, sprechen Sie die Täter an oder holen Sie sich Hilfe durch die Polizei oder die zuständigen Behörden.