Orang-Utans in Zoo zu entwürdigendem Boxkampf gezwungen

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Als wäre es nicht schon grausam genug, Tiere ihr Leben lang einzusperren, nötigen manche Zoobetreiber ihre Insassen dazu, stupide Tricks vorzuführen. Wie auch im Zirkus nutzen Trainer Angst und körperliche Gewalt, um den Tieren ihren Willen aufzuzwingen. Ihr ganzes Leben verbringen die Tiere in Gefangenschaft – weit entfernt von ihrer Heimat und einem artgerechten Leben in Freiheit.

Boxen und Einrad fahren: Die tierquälerische Orang-Utan-Show in Kambodscha

Die Orang-Utan-Show im kambodschanischen „Phnom Penh Safari Zoo“ hebt die Grausamkeit in Zoos auf ein neues Level: Hier werden Orang-Utans mit Gewalt dazu gebracht, peinliche Kunststücke vorzuführen, wie in einem menschlichen Badeanzug Einrad zu fahren oder zu tanzen. Ob im Haremskostüm oder mit Sombrero: Kein Outfit scheint den Veranstaltern zu geschmacklos, kein Trick zu entwürdigend. Nach verschiedenen Darbietungen mit einem Hula-Hoop-Reifen, Inlineskates und einer Radkutsche werden zwei Tiere in einen Boxring gesteckt und dazu genötigt, sich gegenseitig mit Boxhandschuhen zu schlagen. Das traurige Schauspiel wird immer wieder von als Nummerngirls oder Trainer inszenierten Affen unterbrochen. Am Ende wird einer der boxenden Orang-Utans unsanft auf eine Trage geworfen, um von tierischen „Sanitätern“ hinausgetragen zu werden. Nach der Show müssen die Menschenaffen für Touristenfotos herhalten.


Orang-Utan-Babys für Shows von ihren Müttern getrennt

Affen in Shows sind immer im Kindes- oder Jugendalter. Obwohl Orang-Utans bis zu 50 Jahre alt werden können, ist das gewaltvolle Training lediglich in den ersten sechs bis acht Jahren möglich. Erwachsene Orang-Utans lassen sich nicht dazu zwingen, auf einem Einrad zu fahren oder ähnlich Widernatürliches zu tun. Säuglinge werden bereits von ihren Müttern getrennt, obwohl sie in der Freiheit bis zu einem Alter von sechs oder sieben Jahren bei ihnen bleiben würden. Es ist also davon auszugehen, dass die jungen Orang-Utans, die für laute und unnatürliche Shows ausgebeutet werden, ein furchtbares Trauma erleben.
 
Orang-Utan-Babys gehören zu ihren Müttern.

Vorsicht vor Touristen-Attraktionen im Urlaub

Gerade im Urlaub sollten Sie einen großen Bogen um vermeintliche Attraktionen mit Tieren machen. In vielen Ländern sind Tiere nicht einmal durch entsprechende Gesetze geschützt und werden noch vor den Augen der Zuschauer gequält. Auch die Haltungsbedingungen sind oftmals katastrophal und sollten von keinem Tierfreund unterstützt werden. Wildtiere wie Affen, Tiger, Löwen, Elefanten und Delfine wollen ein selbstbestimmtes Leben in Freiheit führen, doch sie haben keine Stimme, um sich gegen die Gefangenschaft und Ausbeutung zu wehren. Seien Sie das Sprachrohr für die Tiere und informieren Sie Ihre Freunde und Bekannten. Sorgen Sie gemeinsam mit uns dafür, dass traurige Tierqual-Attraktionen wie Elefantenreiten, Stierkämpfe und Affenshows möglichst schnell in die Geschichtsbücher verbannt werden. Vielen Dank!

Unsere Autoren

Isabella Lynley

Als Content Producer kämpft Isabella Lynley für die Rechte ALLER Tiere.