Trauriger Geburtstag: Orca Corky seit 50 Jahren in Gefangenschaft

Ihr Name ist Corky. Sie ist ein Orca. Am 12. Dezember 2019 sind es genau 50 Jahre, seit sie in Gefangenschaft lebt. Gefangen wurde sie 1969, als Kind, vor der Küste von British Columbia. Sie fingen sie mit Booten und Netzen, entrissen sie ihrer Mutter und ihren Geschwistern.

Zunächst brachten sie Corky in den Meereszoo Marineland in Kalifornien; 20 Jahre später wurde sie in den Themenpark SeaWorld in San Diego überführt, wo sie seither für zahlende Zuschauer „Kunststücke“ zu lauter Popmusik aufführt.

Corky soll zurück in den Ozean

Unsere Kollegen von PETA USA setzen sich dafür ein, dass Corky wieder zurück in den Ozean darf. In einem betreuten Sanctuary, zum Beispiel in ihrem Heimatgewässer in British Columbia, könnte sie den Rest ihres Lebens genießen. Sie könnte den Duft des Meeres einatmen, seine Strömungen und Wellen spüren, tief tauchen, weit schwimmen und sich über ihr Sonar mit Artgenossen unterhalten, die in Freiheit leben. Vielleicht findet sie sogar ihren Bruder und ihre Schwester wieder, kann ihre Stimmen wieder hören – und vielleicht erinnern sie sich noch an Corky.

Der traurigste Orca der Welt

Man sagt, Corky sei der traurigste Orca der Welt. Leider war der Verlust ihrer Familie, den sie als Baby erlitten hat, nicht der einzige Schicksalsschlag, den sie ertragen musste. Alle ihre sieben Kinder sind gestorben. Das älteste wurde nur 47 Tage alt. Ihr letztes Baby wurde tot auf dem Grund des Beckens aufgefunden. Möglicherweise sind ihre Kinder auch aufgrund von Inzucht gestorben, denn Corkys Cousin war der Vater von sechs ihrer Kinder. [1]

Corky könnte in Freiheit noch viele Jahre ihres Lebens genießen

Corky ist heute etwa 52 Jahre alt. Ihre Lebenserwartung in Gefangenschaft ist abgelaufen, doch in Freiheit könnte sie noch weitere 50 Jahre und länger leben. [2]

Lassen wir Corky nicht in einem engen Betonbecken sterben!

Corky sollte kein mit Chlor versetztes „Meerwasser“ mehr einatmen, keine dröhnenden Pumpen mehr hören und keine laute Popmusik mehr ertragen müssen. Sie sollte den Wänden des winzigen Beckens entkommen dürfen, in dem es nichts zu entdecken und nichts zu tun gibt, in dem sie nirgends frei hinschwimmen kann.

Was Sie tun können
Bitte fordern Sie das weltgrößte Reiseunternehmen TUI in unserer Petition auf, keine Tickets mehr zu SeaWorld und anderen Delfinarien zu verkaufen.



Unsere Autoren

Tanja Breining

Tanja hat in Deutschland und Frankreich Zoologie und Meeresbiologie studiert und sich in ihrem Studium und in ihrer Freizeit viel mit Fischen beschäftigt. Getreu dem Motto: Fische sind Freunde, kein Essen - setzt sie sich seit Jahren dafür ein, dass Fische in Ruhe gelassen werden und nicht mehr auf unseren Tellern landen.