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PETA appelliert an Ägypten, Kuwait und Oman, Lebendtierimporte aus Australien zu stoppen
Neue Ermittlung deckt dieselben Grausamkeiten an australischen Schafen auf, die bereits 2001 und 2003 dokumentiert wurden

Kontakt: Jürgen Faulmann, +49(0)7156-17828-29, (mobil) +49-(0)173-657-5668

Gerlingen -- People for the Ethical Treatment of Animals (PETA) hat Eilschreiben an die Landwirtschaftsminister von Ägypten, Kuwait und Oman gesandt und an sie appelliert, die Einfuhr lebender Schafe aus Australien zu stoppen, deren Wolle auch bei uns über den Ladentisch geht. Stattdessen sollten die Importländer Fleischtransporte akzeptieren. PETAs Briefe folgen einer Undercover-Ermittlung, die im Dezember und Januar in Zusammenarbeit mit Animals Australia durchgeführt wurde und dieselbe Missachtung des Tierschutzes bei Tieren aufzeigte, die aus Australien importiert wurden, wie sie bereits bei ähnlichen Ermittlungen 2001 und 2003 aufgedeckt wurden. Und dies obwohl die australische Regierung und die Lebendexportindustrie versicherten, dass die Fälle von Tierquälerei beseitigt worden seien.

Schafe, die den Horrortrip auf See von Australien überleben, werden an den Beinen und Ohren auf LKWs geschleift, ins Gesicht getreten und in Schlachthöfe gehievt, wo sie bei vollem Bewusstsein getötet werden - Praktiken, die in Australien, den Vereinigten Staaten und Europa gesetzwidrig sind.

Doch die Tierquälerei beginnt, lange bevor die Schafe den Bestimmungsort erreichen. Jahr für Jahr werden Millionen australische Schafe, deren Wollertrag nachlässt, und Millionen Lämmer, die ihres Fleisches wegen gezüchtet werden, entsorgt, indem man sie Tausende von Kilometer weit bei jedem Wetterextrem auf haarsträubend überfüllten Mehrdeckfrachtern in den Nahen Osten und nach Nordafrika transportiert. Die Sterblichkeitsrate an Bord ist hoch, und für jedes Schaf, das stirbt, erkranken Tausende weitere oder erleiden Verletzungen. Erkrankte oder verletzte Schafe werden häufig noch an Bord bei lebendigem Leibe durch einen riesigen Fleischwolf gejagt oder kurzerhand über Bord geworfen, wo sie von Haien lebendig zerrissen werden.

„Trotz der Lippenbekenntnisse seitens der australischen Regierung und der Wollindustrie leiden Tiere im Lebendexporthandel noch unvorstellbar”, so PETA-Präsidentin Ingrid E. Newkirk. „Der Lebendtierhandel zwischen Australien und anderen Ländern muss ein Ende finden.”

Kopien von PETAs Schreiben an die Landwirtschaftsminister von Ägypten, Kuwait und Oman sind auf Anfrage erhältlich.

PETA ist mit über 1 Million Unterstützern weltweit die größte Tierrechtsorganisation. Ziel der Organisation ist es, durch Aufdecken von Tierquälerei, Aufklärung der Öffentlichkeit und Veränderung der Lebensweise jedem Tier zu einem besseren Leben zu verhelfen.