Tierleid von heimatlosen Katzen verringern: PETA unterstützt Kastrationsprojekt des Tierschutzvereins Sangerhausen mit 1.000 Euro und fordert Lokalpolitik zum Handeln auf

Allstedt / Stuttgart, 12. Juli 2018 – Das Leiden heimatloser Katzen mindern: PETA unterstützt ein Kastrationsprojekt des Tierschutzvereins Sangerhausen in Allstedt im Südwesten Sachsen-Anhalts mit 1.000 Euro. Rund 30 heimatlose, unkastrierte Katzen leben dort in einer Gartenanlage. Die Tierrechtsorganisation sieht auch die Stadt Sangerhausen und den Kreis Mansfeld-Südharz in der Pflicht und fordert als wichtige Maßnahme gegen die Katzenüberpopulation eine Verordnung, nach der Katzen verbindlich kastriert und registriert werden müssen – es sei denn, der Eingriff würde nachweislich ihre Gesundheit gefährden.

„Etwa zwei Millionen heimatlose Katzen führen ein trauriges Leben auf deutschen Straßen. Katzen sind domestizierte Tiere, die nicht für ein Leben in der Natur gerüstet sind. Ohne menschliche Fürsorge sterben sie aufgrund von Krankheiten oder Unfällen häufig frühzeitig und qualvoll. Diesem Leiden muss endlich ein Ende gesetzt werden“, so Jana Hoger, Fachreferentin für tierische Mitbewohner bei PETA. „Eine flächendeckende Kastrationspflicht für alle Freigängerkatzen ist die einzige nachhaltige Lösung gegen die Katzenüberpopulation.“

Die heimatlosen Katzen in der Gartenanlage können nun durch PETAs Hilfe gefangen, kastriert, registriert und medizinisch versorgt werden. Rein rechnerisch können eine einzige Katze und ihre Nachkommen in nur sieben Jahren 370.000 weitere Katzen zur Welt bringen. Zehn Katzen wurden bereits durch den Tierschutzverein Sangerhausen kastriert. Die Hilfe für weitere acht hat die Stadt Sangerhausen übernommen, nun müssen noch die restlichen Tiere versorgt werden.

Die Kastrationspflicht kann seit 2013 aus Tierschutzgesichtspunkten erlassen werden. Die Landesregierungen sind ermächtigt, Maßnahmen zur wichtigen Populationskontrolle freilebender Katzen zu treffen und Gebiete mit sogenannten Kastrations-, Kennzeichnungs- und Registrierungsverordnungen festzulegen, um die hohe Zahl von Katzen zu verringern. Zudem dürfen sie diese Ermächtigung auf andere Behörden übertragen, auch an die Kommunen. In Sachsen-Anhalt existiert bereits eine solche Ermächtigung.

Mittlerweile haben sich in Deutschland bereits über 600 Städte und Gemeinden für die Kastrationspflicht entschieden. Eine Kastrationspflicht für alle Freigängerkatzen würde das Leid unzähliger verwilderter Katzen verhindern. Zudem sinkt durch den Eingriff das Krebsrisiko und die Lebenserwartung der Tiere steigt: Bei Katzendamen erhöht sie sich um bis zu vier und bei Katern sogar um bis zu fünf Jahre. Wer eine Samtpfote als tierischen Mitbewohner hat oder heimatlose Katzen versorgt, sollte diese zu ihrem Wohl unbedingt kastrieren lassen. Heimatlose Katzengruppen können dem örtlichen Tierheim oder Katzenschutzverein gemeldet werden.

PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten, wir an ihnen experimentieren oder sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten.
 
Weitere Informationen:
PETA.de/Kastrieren-Um-Dem-Leiden-Ein-Ende-Zu-Bereiten
PETA.de/Katzenkastration
 
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Denis Schimmelpfennig, +49 711 860591-528, DenisS@peta.de