PETA-ZWEI-Streetteam macht mit „gehäutetem“ Mensch vor Pelzgeschäft in Wuppertal auf Tierleid in der Modebranche aufmerksam

Wuppertal / Stuttgart, 6. Dezember 2018 – Es ist ein gruseliger Anblick, der sich den Passanten bietet: Ein täuschend echt aussehender, mit Bodysuit bekleideter „gehäuteter“ Aktionsteilnehmer des freiwilligen PETA-ZWEI-Streetteams macht am Sonntag ab 13:30 Uhr vor dem Pelzgeschäft „Pelzchen“ in Wuppertal auf das Leid der Tiere in der Modebranche aufmerksam. Das Bekleidungsgeschäft hat zahlreiche Winterjacken aus Echtfell im Sortiment und wirbt mit XXL-Pelzkrägen. PETA-Recherchen zeigen seit Jahren, wie Kaninchen, Marderhunde und Kühe für Pelz oder Leder getötet werden – teilweise bei vollem Bewusstsein. Die Tierrechtsorganisation appelliert an die Verbraucher, ausschließlich Kleidung aus Pflanzen- oder Synthetikfasern zu kaufen.
 
„Ein Schnitt in den Finger schmerzt bereits fürchterlich. Wie müssen sich erst die Tiere fühlen, die für Modezwecke lebendig gehäutet werden?“, fragt Candy Wawrzynkowski , Leiterin des PETA-ZWEI-Streetteams Wuppertal. „Vielen Verbrauchern ist nicht bewusst, wie viel Leid in ihrer Kleidung steckt – wir hoffen, dass unsere Aktion zum Nachdenken anregt und die Passanten davon überzeugt, tierfreie Mode zu kaufen.“
 
Auch in Deutschland leiden jedes Jahr Millionen Kühe, Lämmer, Pferde, Schafe und Nerze unter qualvollen Bedingungen. Sie fristen ein trauriges Leben in stinkenden Boxen, eingepfercht unter wahnsinnigen Schmerzen. Kastrationen, Brandmarkungen sowie das Kupieren der Schwänze und Hörner finden meist ohne jegliche Betäubung statt. Während des Transports und der Tötung werden viele Tiere geschlagen und getreten. Durch die Fließbandarbeit im Schlachthof kommt es häufig vor, dass die Arbeiter die Tiere bei vollem Bewusstsein zerstückeln. Nachdem sie getötet wurden, wird ihre Haut zu Stiefeln, Taschen, Mänteln und Geldbörsen verarbeitet. Auch bei Lammfell handelt es sich um das Wollhaar von Schafen mitsamt ihrer Haut. Sogar für Daunen oder Wolle werden Gänse oder Angorakaninchen blutig kahl gerupft.
 
PETA konnte mit der Veröffentlichung von Undercover-Aufnahmen und Aufklärungskampagnen bereits viele internationale Modehäuser und Designer für tierfreie Mode begeistern. Gucci, Chanel, Donatella Versace, Michael Kors und Burberry zeigen künftig pelzfreie Kollektionen. Die preisgekrönte Designerin Stella McCartney verwendet darüber hinaus kein Leder. Zuletzt kündigte Breuninger, eines der größten deutschen Luxus-Warenhäuser, an, ab der Frühjahrsaison 2020 keine Pelzmode mehr zu verkaufen.  
 
Das PETA-ZWEI-Streetteam Wuppertal ist ein Verbund freiwilliger Aktivisten, die sich für die Ziele der Jugendkampagne PETA ZWEI der Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. einsetzen.
 
Details zur Aktion:

Datum: Sonntag, 9. Dezember 2018
Uhrzeit: 13:30–17:30 Uhr
Ort: Vor dem Pelzgeschäft „Pelzchen“, Willy-Brandt-Platz 15, 42105 Wuppertal
Kontakt vor Ort: Candy Wawrzynkowski (den telefonischen Kontakt stellen wir auf Anfrage gerne her)

Weitere Informationen:
PETA.de/Bekleidung
PETA.de/Pelz
PETA.de/Leder
 
Kontakt:
Lisa Kienzle, +49 711 860591-536, LisaKi@peta.de