Mit Bodypainting-Aktion fordert PETA-ZWEI-Streetteam Thomas Cook auf, Reiseangebote zu SeaWorld zu beenden / Stuttgart, 14. Juli 2018, 12:00–14:00 Uhr

Stuttgart, 11. Juli 2018 – Die Thomas Cook Group verkauft weiterhin Eintrittskarten und Tickets für SeaWorld und Reisen zu SeaWorld-Partnerhotels, obwohl der Reiseveranstalter über den grausamen Umgang mit Tieren in dem Park informiert wurde. Mit Orca-Bodypainting, Flyern und Schildern mit der Aufschrift „Thomas Cook: Keine Reisen mehr zu SeaWorld“ und „SeaWorld tötet“ demonstriert das freiwillige PETA-ZWEI-Streetteam kommenden Samstag ab 12:00 Uhr vor dem Thomas-Cook-Reisebüro in Stuttgart. Das Unternehmen wird aufgefordert, den für seine Tierquälerei berüchtigten Freizeitpark nicht mehr zu unterstützen. Im Rahmen einer internationalen Kampagne finden regelmäßig ähnliche von PETA UK organisierte Aktionen statt. Die Geschäftsführung von Thomas Cook ist mit PETA UK im Gespräch.

„Von dem Missbrauch von Orcas zu profitieren, ist unentschuldbar“, so Alina Langenhorst, Leiterin des Stuttgarter PETA-ZWEI-Streetteams. „Wir appellieren an Thomas Cook, dem Beispiel von vtours, adeoreisen, JT Touristik, STA Travel und Responsible Travel zu folgen und SeaWorlds Orca-Gefängnisse abzulehnen. Intelligente Meeressäuger haben dort keine andere Möglichkeit, als in ihren winzigen Betonbecken endlos im Kreis zu schwimmen.“

In freier Wildbahn gehen Orcas komplexe Beziehungen ein, arbeiten bei der Nahrungssuche zusammen und legen jeden Tag eine Strecke von bis zu 200 Kilometern im Meer zurück. Bei SeaWorld werden auch miteinander unverträgliche Orcas zusammen in viel zu kleine, kahle Becken gesperrt. Den Tieren werden Psychopharmaka wie Diazepam verabreicht, um ihr durch Stress verursachtes, aggressives Verhalten unter Kontrolle zu bekommen. Zudem werden Mütter häufig von ihren Jungen getrennt. Aus Frustration und Verzweiflung nagen die Tiere an den Betonwänden der Becken und ruinieren sich dabei die Zähne. Oft sterben sie Jahrzehnte bevor sie ihre natürliche Lebenserwartung erreicht haben. 41 Orcas sind unter SeaWorlds Aufsicht bereits gestorben, unter anderem an den Folgen schwerwiegender Verletzungen und an chronischem Herzkreislaufversagen.

Im September 2016 hat der kalifornische Gouverneur Jerry Brown die Nachzucht von Orcas und ihre Vorführung in Unterhaltungsshows in Kalifornien gesetzlich untersagt. Das Verbot gilt seit Juni 2017. Diese Entscheidung wird künftigen Orcagenerationen die Gefangenschaft ersparen, ändert jedoch nichts am Leid der Schwertwale, die noch immer von SeaWorld eingesperrt werden. Zudem hat das Unternehmen seine Zirkusshows mit „erzieherischem Wert“ begründet, sodass diese weiterhin stattfinden dürfen. PETA fordert, dass SeaWorld die Meeressäuger unverzüglich an betreute Meeresbuchten überstellt. Bis dahin solle der Themenpark als Reiseziel für Tierfreunde tabu sein.

Seit der Veröffentlichung der PETA-Kampagne Anfang des Jahres mit dem Ziel, die Reisen zu stoppen, haben bereits zehntausende Menschen Thomas Cook kontaktiert und das Unternehmen aufgefordert, SeaWorld nicht mehr zu unterstützen.

Das PETA ZWEI Streetteam ist ein Verbund freiwilliger Aktivisten, die sich für die Ziele der Jugendkampagne PETA ZWEI der Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. einsetzen.

Wann & wo:
Samstag, 14. Juli 2018, 12:00–14:00 Uhr, vor dem Thomas-Cook-Reisebüro, auf dem Vorplatz des Milaneo, Nähe Stadtbibliothek, 70173 Stuttgart 

Weitere Informationen:
PETA.de/Thomas-Cook-Seaworld
PETA.de/Reiseveranstalter-Seaworld
Seaworldofhurt.com
 
Kontakt: 
Katharina Wicke, +49 711 860591-535, KatharinaW@peta.de