Pferd vor Kutsche in München-Lehel zusammengebrochen– PETA fordert Verbot kommerzieller Pferdekutschen in München

München / Gerlingen, 8. Oktober 2013 – Nachdem ein Pferd am vergangenen Sonntag im Münchner Hofgarten im Anschluss an eine Kutschfahrt zusammenbrach und eingeschläfert werden musste, wendet sich die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. nun an Oberbürgermeister Christian Ude mit der Forderung nach einem Verbot von kommerziellen Pferdekutschen in München. Medienberichten zufolge drohte das Pferd zunächst durchzugehen, brach dann aber immer wieder zusammen. PETA kritisiert grundsätzlich den Einsatz von Pferden als Zugtiere, weil dies nicht ihrer natürlichen Lebensweise entspricht.

„Pferde werden für kommerzielle Kutschbetriebe oftmals bis zur Erschöpfung eingesetzt, deshalb setzen wir uns für ein Verbot von Pferdekutschen als Touristenattraktion ein“, so Diplom-Zoologe Peter Höffken, Kampagnenleiter bei PETA Deutschland e.V. „Die sensiblen Tiere gehören nicht in stinkende, laute Innenstädte, wo sie stundenlang bei Winterkälte oder Sommerhitze auf hartem Asphalt Lasten ziehen oder stehen müssen.“

In Rothenburg ob der Tauber wurde bereits im August 2010 das Pferdekutschenverbot vom Bayerischen Verwaltungsgerichtshof bestätigt. In Münster gibt es als Alternative zu Pferdekutschen pferdelose Kutschfahrten mit dem elektrisch betriebenen „Prinzipal-Express“.

Angesichts eines neuen Unfall-Rekords in 2012 warnt PETA zudem eindringlich vor der Nutzung von Pferdekutschen im Straßenverkehr: Bei mindestens 36 Vorfällen wurden insgesamt zwei Menschen und sechs Pferde getötet, 103 Fahrgäste zum Teil schwer verletzt. PETA hat die Pferdekutschenunfälle aus den vergangenen drei Jahren in einer chronologischen Übersicht zusammengetragen.

 


Pferdekutschenunfälle fordern immer wieder Opfer bei Mensch und Tier / © 112-magazin.de

 

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