Pforzheim: Misshandelte Tauben gefunden – PETA bietet 1.000 Euro Belohnung für Hinweise

Pforzheim / Stuttgart, 19. Oktober 2017 – Suche nach mutmaßlichem Tierquäler: Die Stadttaubenhilfe Pforzheim fand am 1. Oktober eine Taube in der Hohenzollernstraße, der ein Tierquäler wahrscheinlich den Schnabel abgeschnitten hatte. Ein Unfall wird nach einer tierärztlichen Untersuchung ausgeschlossen. Bereits Mitte September wurde in der gleichen Straße eine Taube mit einer ähnlichen Verletzung entdeckt. Die beiden Tiere haben durch die Misshandlung viel Blut verloren und sind stark traumatisiert. Die Stadttaubenhilfe hat Anzeige bei der Polizei erstattet. Um die Suche nach dem mutmaßlichen Täter zu unterstützen, setzt die Tierrechtsorganisation PETA nun eine Belohnung in Höhe von 1.000 Euro für Hinweise aus, die zu seiner Ermittlung führen. Zeugen können sich unter der Telefonnummer 01520 7373341 oder per E-Mail bei PETA melden – auch anonym. Schon im Oktober 2015 wurde eine Taube, in deren Bauchraum zwei Angelhaken gebohrt waren, in einer Parallelstraße gefunden. Möglicherweise war auch dies die Tat eines Tierquälers.

„Bitte helfen Sie mit, die Misshandlungen an den Tauben aufzuklären“, so Judith Pein im Namen von PETA. „Sollte tatsächlich ein Tierquäler den Vögeln vorsätzlich Schmerzen zugefügt haben, hat er sich strafbar gemacht und muss zur Rechenschaft gezogen werden. Tauben in Pforzheim müssen vor weiteren Übergriffen geschützt werden. Tierquälerei ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat nach § 17 des Tierschutzgesetzes und kann mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden.“

Fälle von grausamer Tierquälerei werden täglich in Deutschland aufgedeckt. Psychologen, Gesetzgeber und Gerichte sind sich mittlerweile einig, dass Gewalttaten an Tieren vermehrt Aufmerksamkeit verlangen. Aggressionsforscher Dr. Christoph Paulus von der Universität des Saarlandes dazu: „Geschätzte 80 bis 90 Prozent aller extremen Gewalttäter haben vorher bereits Tiere gequält.“

Über den Zusammenhang von Tierquälerei und Gewalttaten klärt PETA in der Broschüre „Menschen, die Tiere quälen, belassen es selten dabei“ auf, die als Informationsquelle für Staatsanwälte, Richter, Polizeibeamte und Sozialarbeiter dient.
PETA setzt regelmäßig Belohnungen in Fällen von Tierquälerei aus, um bei der Ermittlung der Täter zu helfen.

Weitere Informationen: 
PETA.de/Tierqual
PETA.de/Brieftaubensport
PETA.de/Whistleblower
PETA50plus.de/Stadttauben-brauchen-unsere-Hilfe

Kontakt:
Jana Fuhrmann, +49 711 860591-529, JanaF@peta.de