Philippinen: 1.500 LEBENDIGE Schildkröten in Koffern entdeckt

dailymail
Die Sicherheitskräfte eines Flughafens in Manila trauten ihren Augen kaum, als sie in mehreren zurückgelassenen Koffern insgesamt 1.529 lebendige Schildkröten fanden. Die Tiere waren mit Klebeband umwickelt worden – vermutlich, um sie unbeweglich zu machen. Unter den geretteten Tieren sollen sich Rotwangen-Schmuckschildkröten befunden haben, die als teilweise gefährdet eingestuft werden. Das stehengelassene Gepäck gehört zu einem aus Hongkong eingereisten Passagier, nach dem nun gefahndet wird. Dem Schmuggler drohen eine Geldstrafe sowie bis zu zwei Jahre Haft.


Exotische Tiere: Mangelhafte Haltung und Krankheiten

Obwohl viele Tiere in ihren Herkunftsländern geschützt werden, dürfen sie in Deutschland völlig legal verkauft werden! Auch das Halten exotischer Tiere ist in Deutschland noch immer erlaubt. Dabei ist längst bekannt, dass eine artgerechte Haltung überhaupt nicht möglich ist und exotische Tiere aufgrund dessen oft erkranken.1 Doch auch für die Halter besteht ein hohes Gesundheitsrisiko: Etwa 90 Prozent der Schildkröten und anderen Reptilien tragen gesundheitsgefährdende Salmonellenarten in sich, die im Extremfall zur Hirnhautentzündung oder zum Tod führen können. Schätzungen des Robert Koch-Instituts zufolge rührt jede dritte Salmonelleninfektion bei Kleinkindern von exotischen Tieren her.2

„Der Handel mit exotischen Tieren auf Tierbörsen und im Internet boomt noch immer, denn leider liegt die Haltung besonders geschützter oder auch gefährlicher exotischer Tiere im Trend. Doch die anspruchsvollen Exoten können in Wohnzimmern niemals tiergerecht gehalten werden.“
Jana Hoger, Fachreferentin für tierische Mitbewohner bei PETA.


70 % der Tiere sterben bereits auf den Handelswegen

Laut des statistischen Bundesamtes werden jedes Jahr bis zu 850.000 exotische Tiere nach Deutschland importiert. Die Dunkelziffer ist wahrscheinlich um einiges höher. Die meisten dieser Tiere sterben, bevor sie überhaupt erst verkauft werden können. So gilt eine Verlustrate von 70 Prozent in der Zoohandelsbranche als üblich.3


Jetzt unterschreiben, damit Schildkröten und andere Exoten in Ruhe gelassen werden!

Bitte setzen Sie sich zusammen mit uns für ein Handels- und Nachstellverbot von exotischen Tieren in Privathaushalten ein, um den Handel mit der „Ware Tier“ endlich zu stoppen! Mit dieser Regelung würden die bis dato in Deutschland lebenden Tiere bis zu ihrem Lebensende in Privathand bleiben, jedoch wären Zucht, Import sowie Kauf und Verkauf untersagt.





Quellen:

[1] Schmidt, Volker (2008): Die Bedeutung von haltungs- und ernährungsbedingten Schäden bei Reptilien. Eine retrospektive pathologische Studie, 4. Leipziger Tierärztekongress.
[2] Robert Koch-Institut (2013): Salmonella-Infektionen bei Säuglingen und Kleinkindern durch Kontakt zu exotischen Reptilien. Epidemiologisches Bulletin. 4. März 2013 / Nr. 9.
[3] Toland, Elaine/Warwick, Clifford/ Arena, Phillip (2012): Pet Hate, in: The Biologist, Vol. 59 No. 3.

Unsere Autoren

Isabella Lynley

Als Content Producer kämpft Isabella Lynley für die Rechte ALLER Tiere.