Warum Prada keinen Pelz mehr verkauft

Prada Pelz
Ende Mai 2019 gab das Luxus-Modelabel Prada bekannt, zukünftig keine Kleidungsstücke oder Accessoires mit echtem Pelz mehr zu verkaufen. Begonnen werde mit der Damen-Sommerkollektion 2020. Lesen Sie, wieso das Label diese wichtige Entscheidung traf, die das Leben von unzähligen Tieren retten wird.

Pelz bedeutet immer Tierleid

Pelz ist die abgezogene Haut eines Tieres und bedeutet somit immer immenses Tierleid. Nerze, Füchse und andere Tiere werden auf riesigen Pelzfarmen gezüchtet, wo sie in winzigen, verdreckten Käfigen gehalten werden, in denen sie sich kaum bewegen können. Die Tiere leiden so sehr unter der artenwidrigen Haltung, dass sie sich selbst und ihre Artgenossen verstümmeln und beißen. Auch andere Verhaltensstörungen wie unaufhörliches im Kreis laufen und stundenlanges Nagen an den Gitterstäben gehören zum Alltag der Tiere. Nach einem viel zu kurzen und leidvollen Leben werden sie dann getötet, damit ihnen das Fell abgezogen werden kann – entweder per Elektroschock in den After und Mund oder durch Vergasen mit ungefilterten LKW-Auspuffgasen.

Diesen unethischen Umgang mit Tieren will Prada fortan nicht mehr unterstützen. Das Unternehmen reiht sich mit dieser Entscheidung in eine Liste von bekannten Luxuslabels ein, die ebenfalls auf Pelz verzichten. Dazu gehören unter anderem Chanel, Jean Paul Gaultier, Gucci und Michael Kors.

PETA auf der Prada-Hauptversammlung

Als Besitzer von Prada-Aktien hat PETA USA jahrelang an den Hauptversammlungen des Modeunternehmens teilgenommen und bei den Aktionären und Verantwortlichen auf eine pelzfreie Mode gedrängt. Auch durch zahlreiche Demonstrationen vor Prada-Geschäften auf der ganzen Welt und dem Stürmen der Laufstege bei Fashion Shows haben sich unsere Aktivisten bereits seit vielen Jahren für pelzfreie Mode bei Prada eingesetzt.
 
Prada Pelz
PETA-Unterstützerin Pamela Anderson forderte die Prada-Chefin Miuccia Prada 2018 in einem Brief auf, keinen Pelz mehr für zukünftige Kollektionen zu verwenden. All diese Bemühungen haben dabei geholfen, diesen grandiosen Erfolg für die Tiere zu ermöglichen.

Nächster Schritt: Komplett tierfreie Mode

Wir fordern Prada nun auf, seine gesamte Kollektion tierleidfrei zu machen und ebenso wie Chanel die grausam erlangte Haut von Krokodilen, Eidechsen und Schlangen nicht mehr für Kleidung und Accessoires zu verwenden. Auch hierfür werden Tiere durch Stromschläge getötet oder mit einem Knüppel erschlagen.

Was Sie tun können

Bitte kaufen Sie keine Kleidung, für die Tiere leiden oder sterben mussten – kaufen Sie weder Pelz noch Leder, Wolle oder Daunen. Tierleidfreie Modehersteller und weitere Informationen finden Sie auf veganemode.info.

Unsere Autoren

Friederike Huth

setzt sich als Editor und Coordinator im Online Marketing für die Rechte der Tiere ein.