Brunello Cucinelli künftig pelzfrei – PETA UK hatte sich im Vorfeld an die Marke gewandt

Rom / Stuttgart, 8. Juni 2021 – Die Traditionsmarke Brunello Cucinelli hat nach Kontakt zu PETA UK bestätigt, in künftigen Kollektionen keinen Pelz zu nutzen. Nach Angaben des Unternehmens spielte das Thema Nachhaltigkeit eine tragende Rolle bei der Entscheidung.

„Ich kann bestätigen […], dass es in unserer neuen Kollektion keinen Pelz gibt“, so Carolina Cucinelli, Vorstandsmitglied, Co-Präsidentin und Co-Kreativdirektorin der Marke unter Verweis auf die Nachhaltigkeitspolitik des Unternehmens.

„Wie alle fortschrittlichen Design-Häuser hat sich nun auch Brunello Cucinelli aus gutem Grund dazu entschieden, nicht mit Pelz zu arbeiten“, so Patrizia Re, Corporate Consultant bei PETA UK. „Materialien, die von gequälten Tieren stammen, haben in der Modewelt keinen Platz, und wir gratulieren der Marke zu dieser mitfühlenden Entscheidung.“

PETA weist darauf hin, dass die meisten Tiere, die in der Pelzindustrie ausgebeutet werden, ihr ganzes Leben lang gezwungen sind, in winzigen Käfigen auszuharren. In diesen rennen sie verzweifelt hin und her, beißen in die Gitterstäbe und verstümmeln sich teils selbst. Um Kleidung und Accessoires aus ihrem Fell herzustellen, werden sie vergast oder per analem Elektroschock getötet. Durch den Austausch von Aerosolen, Urin, Exkrementen, Eiter und Blut verbreiten sich Infektionskrankheiten auf Pelzfarmen rasend schnell – COVID-19 ist hier keine Ausnahme. Das Coronavirus wurde bereits auf Pelzfarmen in Italien, Dänemark, Frankreich, Griechenland, Spanien, Schweden, den USA und den Niederlanden nachgewiesen. Infolgedessen wurde in den Niederlanden ein bereits geplantes Pelzfarmverbot um drei Jahre vorgezogen und ist bereits in Kraft getreten. PETA fordert nun in einer Petition die italienische Regierung auf, die vorrübergehende Aussetzung des Betriebs von Pelzfarmen bis Ende 2021 in ein dauerhaftes Verbot umzuwandeln.

In Italien selbst sprechen sich über 90 Prozent der Menschen gegen die Pelzindustrie aus. Brunello Cucinelli folgt mit seiner Entscheidung dem Beispiel vieler Topmarken wie Gucci, Chanel, Prada, Versace, Giorgio Armani, Burberry sowie die Modekette Breuninger.

PETAs Motto lautet in Teilen: Tiere sind nicht dazu da, dass wir sie anziehen oder sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Weltanschauung, die den Menschen als allen anderen Lebewesen überlegen einstuft.

Weitere Informationen:
PETA.de/Themen/Hintergrundwissen-Pelz
PETA.de/Neuigkeiten/Pelzfarmen-Covid-19
PETA.de/Themen/Pelzfarm-Italien-Petition

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