Bundesregierung beschränkt Wildtierhandel – Statement von PETA: „GroKo-Antrag reicht für wirksamen Tier- und Pandemieschutz nicht aus“

Stuttgart, 25. November 2020 – Die Bundesregierung will den Handel mit Wildtieren für den Heimtiermarkt stärker regulieren und hat anlässlich der morgigen Bundestagsdebatte heute den Antrag „Schutz von exotischen Tieren bei Handel und Haltung verbessern – Ursachen für Pandemien bekämpfen“ veröffentlicht. Dieser sieht vor allem Maßnahmen wie mehr Kontrollen und Beratung vor. Peter Höffken, Fachreferent bei der Tierrechtsorganisation PETA, kommentiert:
 
„Der Antrag ist nur ein kleiner Schritt in die richtige Richtung, denn er bleibt sogar hinter den Vereinbarungen aus dem GroKo-Koalitionsvertrag von 2013 zurück. Börsen mit exotischen Tieren sollen weiterhin erlaubt bleiben, wenn auch mit strengeren Regeln, und auch die Importe von Wildfängen nach Deutschland werden immer noch nicht verboten. Positiv ist, dass wenigstens das anonyme Anbieten von Tieren auf Internetplattformen unterbunden werden soll, ebenso wie der Verkauf von Wildfängen zumindest im Online-Handel und auf Tiermärkten. Aufgrund der üblichen Falschdeklarationen hinsichtlich der Herkunft der Tiere ist dies in der Realität jedoch kaum umzusetzen. Angesichts der auch von der Bundesregierung erkannten Pandemiegefahr durch den ausufernden Wildtierhandel hätte es aber nur eine logische Konsequenz geben dürfen: die Haltung von exotischen Tieren in Privathand komplett zu verbieten. Um die Probleme des Gesundheitsschutzes sowie des Tier- und Artenschutzes in den Griff zu bekommen, sind strengere Regeln für den Handel nicht genug. Das Geschäft mit jährlich hunderttausenden exotischen Tieren, von denen viele beim Transport, in den Verkaufsräumen und in den Wohnzimmern qualvoll sterben, muss in die Geschichtsbücher verbannt werden.“
 
Wir weisen darauf hin, dass das Statement auch in gekürzter Form verwendet werden kann.
 

Peter Höffken / © PETA Deutschland e.V.
 
Das Motiv senden wir auf Anfrage gerne zu.
 
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