Duisburg: PETA unterstützt Katzenkastrationsprojekt des Tierschutzvereins Tierhilfe mit Herz e.V. mit 1.000 Euro und fordert Lokalpolitik zum Handeln auf

Duisburg / Stuttgart, 24. November 2021 – Das Leiden heimatloser Katzen mindern: PETA unterstützt ein Kastrationsprojekt des Tierschutzverein Tierhilfe mit Herz e.V. und weiterer lokaler Vereine im Raum Duisburg mit 1.000 Euro. Von den rund 200 geplanten Kastrationen von Katzen wurden bereits 20 durchgeführt und in dessen Rahmen die Tiere auch medizinisch versorgt. Trotz einer 2019 für alle Freigängerkatzen in Duisburg beschlossenen Kastrationspflicht gibt es immer noch unzählige Katzen, die sich unkontrolliert vermehren. Weitere Kastrationsprojekte sind daher unbedingt notwendig. PETA fordert die Stadt daher auf, die örtlichen Tierschutzvereine dabei zu unterstützen, um so das Katzenleid zu verringern.

„Eine konsequente Durchsetzung der Kennzeichnungs- und Kastrationspflicht inklusive Kontrollen ist die einzige nachhaltige Lösung, um der Überpopulation und dem damit verbundenen massiven Leid der Katzen entgegenzuwirken. Die Stadt Duisburg muss das Thema endlich auf die Agenda setzen“, so Jana Hoger, Fachreferentin für tierische Mitbewohner bei PETA. „Etwa zwei Millionen heimatlose Katzen führen ein trauriges Leben auf deutschen Straßen. Katzen sind domestizierte Tiere, die ohne menschliche Fürsorge aufgrund von Krankheiten oder Unfällen häufig frühzeitig und qualvoll sterben. Wer eine Katze aufnehmen möchte, sollte unbedingt ins Tierheim gehen, anstatt ein Tier im Handel zu kaufen“

Die Kastrationspflicht kann seit 2013 aus Tierschutzgesichtsgründen erlassen werden. Die Landesregierungen sind ermächtigt, Maßnahmen zur wichtigen Populationskontrolle freilebender Katzen zu treffen und Gebiete mit sogenannten Kastrations-, Kennzeichnungs- und Registrierungsverordnungen festzulegen, um die hohe Zahl heimatloser Katzen zu verringern. Zudem dürfen sie diese Ermächtigung auf andere Behörden übertragen, auch an die Kommunen. In Nordrhein-Westfalen existiert bereits eine solche Ermächtigung.

Mittlerweile haben sich in Deutschland bereits über 1.000 Städte und Gemeinden für die Kastrationspflicht entschieden. Eine Kastrationspflicht für alle Freigängerkatzen würde das Leid unzähliger verwilderter Katzen verhindern. Zudem sinkt durch den Eingriff das Krebsrisiko und die Lebenserwartung der Tiere steigt: Bei Katzendamen erhöht sie sich um bis zu vier und bei Katern sogar um bis zu fünf Jahre. Wer eine Samtpfote als tierischen Mitbewohner hat oder heimatlose Katzen versorgt, sollte diese zu ihrem Wohl unbedingt kastrieren lassen. Heimatlose Katzengruppen können dem örtlichen Tierheim oder Katzenschutzverein gemeldet werden.

PETAs Motto lautet in Teilen: Tiere sind nicht dazu da, dass sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Weltanschauung, die den Menschen als allen anderen Lebewesen überlegen einstuft.

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