PETA-Untersuchung enthüllt unhygienische Bedingungen auf Lebendtiermärkten, nachdem WHO Ende des Verkaufs einiger lebender Tiere gefordert hat

Hong Kong / Stuttgart, 22. Juli 2021 – Augenzeugen von PETA Asien besuchten dieses Jahr Lebendtiermärkte in China, Indonesien, Laos, Sri Lanka, Thailand, Vietnam und auf den Philippinen. Die dabei entstandenen Videoaufnahmen sind aus virologischer Sicht ein wahrgewordener Albtraum: kranke und gestresste Tiere, zusammengepfercht in dreckigen Käfigen. Unter ähnlichen Bedingungen entstanden vergangene Pandemien – und es ist möglicherweise nur eine Frage der Zeit, bis sie die nächste auslösen.

Auf den Märkten wurden verschiedene Tiere zum Kauf angeboten, beispielsweise Sonnendachse und Kaninchen. Diese beiden Arten werden aktuell von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als mögliche Überträger des Virus, das COVID-19 auslöst, überprüft. Auch Fledermäuse, Affen und Schleichkatzen – die ebenfalls Wirte von Coronaviren sein können – wurden angeboten. Auf den Aufnahmen sind Käfige zu sehen, die so klein sind, dass die Tiere noch nicht einmal ihre Flügel ausstrecken oder sich umdrehen können. Manche Käfige sind kotverkrustet. Mitarbeitende stellen Tierleichen auf Verkaufsflächen voller Innereien und Blut aus und berühren sowohl lebende Tiere als auch rohes Fleisch ohne Handschuhe.

Die WHO empfiehlt, den Handel mit lebenden Wildsäugetieren auszusetzen. Sie ignoriert aber die Notlage von Hühnern, Enten, Fischen und Fröschen, die gezwungen sind, in überfüllten Käfigen zu „leben“ und unter unhygienischen Bedingungen getötet werden. PETA fordert die WHO in einer Petition auf, sich für die Schließung aller Lebendtiermärkte weltweit einzusetzen.

„Über eineinhalb Jahre nach Auftreten von COVID-19, was die Welt zum Stillstand brachte und mehr als vier Millionen Menschen tötete, sind Lebendtiermärkte Senkgruben voller Schmutz und Leid immer noch in Betrieb und gefährden die ganze Welt“, so Jason Baker, Senior Vice President bei PETA Asien. „PETA fordert die Verantwortlichen weltweit auf, diese Märkte zu schließen, bevor sie die nächste Pandemie auslösen.“

PETA Asien hat bereits an Gesundheitsbehörden in ganz Asien appelliert, die Märkte zu schließen. Die Organisation weist darauf hin, dass auch Ausbrüche der Schweine- und Vogelgrippe, von HIV, Maul- und Klauenseuche, „Rinderwahn“ und anderen Erkrankungen ihren Ursprung dort hatten, wo Menschen Tiere beispielsweise für Fleisch, Milch und Eier gefangen halten und züchten.

PETAs Motto lautet in Teilen: Tiere sind nicht dazu da, dass wir sie essen oder sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Weltanschauung, die den Menschen als allen anderen Lebewesen überlegen einstuft.

Weitere Informationen:
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