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Termineinladung: PETA fordert Pfizer mit Protestaktion vor Konferenz in Berlin auf, sich von tierquälerischem „Forced Swim Test“ zu distanzieren

Experiment zwingt Kleintiere, gegen das Ertrinken anzuschwimmen
 

Berlin / Stuttgart, 25. Oktober 2019 – Obwohl PETA den Pharmakonzern über die Tierquälerei und Unzuverlässigkeit des „Forced Swim Test“ informiert hat, weigert sich Pfizer bislang, zuzusichern, künftig von dem Experiment abzusehen. Dabei werden Mäuse und andere Kleintiere in ausgangslose Wasserbehälter gesteckt und müssen gegen das Ertrinken anschwimmen. Sechs der 20 größten Pharmaunternehmen weltweit haben sich nach Gesprächen mit der Tierrechtsorganisation bereits von dem Test distanziert. Anlässlich des „World Health Summit“ – bei der Pfizer Deutschlands Country Manager Peter Albiez als Redner vertreten ist – demonstriert PETA am Dienstag ab 13 Uhr mit als Mäusen verkleideten Tierfreunden vor dem „Kosmos“ in Berlin. Die Organisation appelliert an den Konzern, dem Beispiel von Firmen wie Boehringer Ingelheim und Roche zu folgen und den früher als „Verhaltenstest über Hoffnungslosigkeit“ bekannten Tierversuch nie wieder durchzuführen oder zu finanzieren.
 
„Für das Experiment aus der Depressionsforschung verabreichen ‚Forscher‘ Kleintieren wie Mäusen, Ratten oder Hamstern eine Testsubstanz und beobachten anschließend, wie sie panisch versuchen, aus dem Wasserbehälter zu entkommen und sich irgendwann nur noch treiben lassen. Fakt ist: Beinahe zu ertrinken hat nichts mit einer Depression zu tun! Wir fordern Pfizer auf, seine Firmenpolitik endlich zu ändern und sich offiziell von dem grausamen Test zu distanzieren“, so Anne Meinert, Kognitionsbiologin und PETA-Fachreferentin gegen Tierversuche.
 
Laut dem Unternehmen wird das Experiment derzeit nicht durchgeführt – dennoch weigert sich der Konzern, PETA zuzusichern, dass es den Test auch künftig nicht mehr anwenden oder finanzieren wird. Pfizer hat seit 1991 mindestens neun Paper veröffentlicht, in denen der Forced Swim Test in Tierversuchen an Mäusen und Ratten beschrieben wird.
 
Effektivere, tierfreie Forschungsmethoden vorhanden
Einige „Wissenschaftler“ betrachten das Treibenlassen der erschöpften Tiere während des Forced Swim Test als vergleichbar mit einer Depression, andere als Überlebensstrategie. Meinert kritisiert: „Selbst ein Münzwurf ist aussagekräftiger als dieses Experiment. Die Depressionsforschung muss sich dringend auf die Weiterentwicklung der bereits verwendeten und für den Menschen relevanten Methoden konzentrieren.“ Dazu zählen beispielsweise Computermodelle der neurologischen Vorgänge bei Depressionen und In-vitro-Modelle des menschlichen Gehirns. PETA weist darauf hin, dass es zahlreiche Beispiele erfolgreicher, humanrelevanter Methoden in der Depressionsforschung gibt, so etwa Organoide mit menschlichen Nervenzellen. Die Tierrechtsorganisation fordert, dass die finanziellen Mittel, die bis dato für Tierversuche wie den Forced Swim Test verschwendet wurden, stattdessen in moderne und effektivere Methoden sowie Präventionsmaßnahmen fließen.

PETAs Motto lautet in Teilen: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren oder sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Weltanschauung, die den Menschen als allen anderen Lebewesen überlegen einstuft.
 
Details zur Aktion:
 
Datum: Dienstag, 29. Oktober 2019
Uhrzeit: 13:00 – 14:00 Uhr
Ort: Kosmos, Karl-Marx-Allee 131a, 10243 Berlin
 
Weitere Informationen:
PETA.de/Forced-Swim-Test
PETA.de/Themen/Tierversuche
 
Pressekontakt:
Lisa Kienzle, +49 711 860591-536, [email protected]