Termineinladung: PETA protestiert am „Fur Free Friday“ ab 13 Uhr gegen Eröffnung von Canada-Goose-Filiale in Berlin

Organisation informiert über Tierqualprodukte Pelz und Daunen

 
Berlin / Stuttgart, 26. November 2020 – Für Bekleidung des Textilunternehmens Canada Goose werden noch immer Tiere ausgebeutet. Daher protestiert PETA zur Eröffnung eines neuen Flagship-Stores zum internationalen „Fur Free Friday“ morgen ab 13 Uhr auf dem Kurfürstendamm in Berlin gegen die Verwendung von Pelz und Daunen. Um Passanten über die mit den Produkten verbundene Tierquälerei zu informieren, wird ein Aktivist mit Kojotenmaske und Morphsuit in einer mit Kunstblut verschmierten Totschlagfalle liegen. Ein weiterer PETA-Unterstützer wird als Sensenmann mit einer Canada-Goose-Jacke über ihm stehen und die Sense an den Hals des Kojoten legen. Weitere Aktivisten verleihen dem Anliegen mit Schildern Nachdruck. Mit dem Protest appelliert PETA auch an Canada Goose, Pelz- und Daunenprodukte aus dem Sortiment zu nehmen.
 
„Für jede Daunenjacke von Canada Goose wurde Gänsen gewaltsam die Kehle durchtrennt, für jeden Pelzkragen Kojoten in Fallen gefangen, die meist ihre Gliedmaßen zerquetschten“, so Jens Vogt, Aktionskoordinator bei PETA. „Wer ein Herz für Tiere hat, kauft keine Kleidung bei Canada Goose. Vegane Alternativen gibt es heutzutage in Hülle und Fülle – und niemand zwingt das Unternehmen, weiterhin Daunen und Pelz zu verarbeiten.“
 
Tierquälerei für Daunen und Pelz
Canada Goose lässt in Nordamerika Kojoten jagen und töten, um ihr Fell an Kapuzen zu nähen. Oftmals werden hierzu Schlagfallen eingesetzt. Tritt ein Kojote hinein, gräbt sie sich tief in sein Fleisch und hinterlässt blutige Wunden und schmerzhafte Verstümmelungen. Manchmal kehren Jäger erst nach Tagen zurück – bis dahin sind die Tiere Wetterbedingungen, natürlichen Feinden und Wundbrand schutzlos ausgeliefert. Anschließend werden sie erschossen, erwürgt oder totgetreten.
Enten und Gänse werden weltweit mit Tausenden Artgenossen oft in dunklen, verdreckten Hallen eingesperrt, um sie für ihre Federn und ihr Fleisch zu züchten. Nach etwa zehn bis 25 Wochen werden die Gänsekinder gewaltsam in Transportboxen gestopft. Im Schlachthof angekommen, hängen Mitarbeiter die verängstigten Tiere kopfüber an ein Fließband; dieses fährt sie zu einem rotierenden Messer, das ihnen die Kehle aufschneidet. Wegen der fehleranfälligen Betäubungsmethoden sind viele Vögel während des Ausblutens noch bei Bewusstsein. Maschinen reißen ihnen anschließend sämtliche Federn vom Körper, die zu Daunenprodukten weiterverarbeitet werden.
 
Auf seiner Website versucht Canada Goose, das Gewissen der Kunden zu beruhigen
Das Unternehmen behauptet, alle Daunen und Pelze würden „ethisch“ beschafft und kein Tier müsse unnötig leiden. PETA USA konnte diese Behauptungen jedoch widerlegen: Eine Recherche bei einem Daunen-Lieferanten von Canada Goose zeigt, wie Gänse grob am Hals gepackt und in winzige Drahtgitterkäfige gestopft werden. Einige Tiere mussten darin länger als 24 Stunden ohne Nahrung und Wasser ausharren, bevor sie im Schlachthof getötet wurden. PETA appelliert an Verbraucher, auf pflanzliche und synthetische Materialien wie Kunstpelz sowie Jackenfüllungen aus Kapok, Plumtech, PrimaLoft oder Thinsulate zurückzugreifen. Vegane Materialien sind meist pflegeleicht und für Allergiker geeignet. Daunen verlieren hingegen bei Nässe ihre isolierenden Eigenschaften und neigen eher zur Bildung von Pilzen und Bakterien.
 
PETAs Motto lautet in Teilen: Tiere sind nicht dazu da, dass wir sie anziehen oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Weltanschauung, die den Menschen als allen anderen Lebewesen überlegen einstuft.
 
Details zur Aktion:
 
Datum: Freitag, 27. November 2020
Uhrzeit: 13:00 – 14:00 Uhr
Ort: Vor Canada Goose, Kurfürstendamm 26a, 10719 Berlin
Kontakt vor Ort: Jens Vogt (den telefonischen Kontakt stellen wir auf Anfrage gerne her)
 
Weitere Informationen:
PETA.de/Daunen
PETA.de/Pelz
 
Sendefähige Radio-O-Töne zum Thema „Warum macht PETA Straßenaktionen?“ und zu vielen weiteren Tierrechtsthemen finden Sie in PETAs Audioportal. PETAs Fachreferenten stehen Ihnen selbstverständlich nach wie vor für persönliche Interviews zur Verfügung.
 
Pressekontakt:
Valeria Goller, +49 711 860591-521, [email protected]