Termineinladung: PETA ZWEI-Streetteam protestiert anlässlich der bevorstehenden Ostertage mit blutigen Eiern und totem Huhn in Kaiserslautern

Kaiserslautern / Stuttgart, 25. März 2021 – An einem fein gedeckten Tisch verspeist ein Aktivist „blutige Eier“, auf dem Boden vor ihm liegt ein als totes Huhn verkleideter Aktivist: Mit diesem Szenario macht das freiwillige PETA ZWEI-Streetteam am Samstag ab 15 Uhr in der Marktstraße in Kaiserslautern auf das Leid der Hühner in der Eierindustrie aufmerksam. Tote Hennen, Knochenbrüche, entzündete Kloaken und kahlgepickte Tiere – mehrere Veröffentlichungen haben gezeigt, wie es Hühnern fernab der vermeintlichen Werbeidylle geht. Mit Schildern – unter anderem mit der Aufschrift „Eier sind Tierqualprodukte“ – appelliert das Streetteam anlässlich des bevorstehenden Osterfests an alle Verbraucher, sich eifrei zu machen.


„Hennen werden in der Eierindustrie zu reinen Produktionsgütern degradiert und schon nach kurzer Zeit getötet. Wer Eier oder eihaltige Produkte kauft, ist zudem für den Tod von jährlich etwa 50 Millionen Tierkindern mitverantwortlich. Denn die männlichen Küken werden gleich nach dem Schlüpfen getötet, weil sie keine Eier legen können. Wir appellieren an das Mitgefühl der Menschen: Es gibt überall vegane Nudeln, Kekse, Mayonnaise und andere Lebensmittel, die den bekannten Produkten in nichts nachstehen“, so Streetteam-Leiterin Barbara Mangasser.

Viele Möglichkeiten für ein eifreies Osterfest

Im Durchschnitt essen die Deutschen pro Kopf mehr als 230 Eier im Jahr, über die Hälfte davon in verarbeiteten Produkten wie Nudeln oder Gebäck sowie im Restaurant. PETA informiert mit der Kampagne „Mach dich eifrei“ über die Eierindustrie und zeigt Alternativen auf. Auch für ein tierleidfreies Osterfest gibt es viele Möglichkeiten: Kinder können Eier aus Ton oder Plastik bemalen, und für das Osternest können Verbraucher auf das große Angebot an veganer Schokolade zurückgreifen. Auf PETAs Website finden Interessierte zahlreiche vegane Rezepte, darunter auch passende für das Osterfest.

Hintergrundinformationen

Hühner leben am liebsten in kleinen Gruppen, kümmern sich liebevoll um ihren Nachwuchs und picken nach Nahrung. Dazwischen nehmen sie zur Gefiederpflege gerne ein Sandbad in der Sonne oder ruhen im Geäst von Bäumen. In der Eierindustrie hingegen sind die sensiblen Tiere zu einem Leben voller Leid gezwungen – ganz gleich, ob Käfig- oder Biohaltung. Küken schlüpfen nicht in der Nähe ihrer Mütter, sondern werden in Plastikkisten künstlich ausgebrütet. Anschließend werden sie auf Fließbändern nach Geschlecht sortiert. Die männlichen Küken werden am ersten Lebenstag getötet, weil sie keinen Nutzen für die Eierindustrie haben. Die weiblichen Küken werden zwar nicht sofort getötet, doch allein in Deutschland sind rund 40 Millionen sogenannte Legehennen gezwungen, bis zu 300 Eier im Jahr oder mehr zu legen – das sind etwa zehnmal mehr, als es die Natur ursprünglich vorgesehen hat. Infolge der zuchtbedingt hohen Ei-Anzahl werden sie meist schon nach kurzer Zeit krank: Entzündete Eileiter und Kloaken, Knochenbrüche sowie Kalziummangel sind häufige Folgen. Nach etwa anderthalb Jahren lässt die „Legeleistung“ der ausgemergelten Hennen nach und sie werden im Schlachthaus getötet.

PETAs Motto lautet in Teilen: Tiere sind nicht dazu da, dass wir sie essen oder sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Weltanschauung, die den Menschen als allen anderen Lebewesen überlegen einstuft.

Das PETA ZWEI-Streetteam Kaiserslautern ist ein Verbund freiwilliger Unterstützer, die sich für die Ziele der Jugendkampagne PETA ZWEI der Tierschutzorganisation PETA Deutschland e.V. einsetzen.

Details zur Aktion:

Datum: Samstag, 27. März 2021
Uhrzeit: 15:00 – 16:00 Uhr
Ort: Marktstraße 11, 67655 Kaiserslautern

Ansprechpartner vor Ort: Barbara Mangasser (den telefonischen Kontakt stellen wir auf Anfrage gerne her)

Weitere Informationen:
PETA.de/Kampagnen/Eifrei

Sendefähige Radio-O-Töne zum Thema „Warum macht PETA Straßenaktionen?“, zu Eiern und zu vielen weiteren Tierrechtsthemen finden Sie in PETAs Audioportal. PETAs Fachreferenten stehen Ihnen selbstverständlich nach wie vor für persönliche Interviews zur Verfügung.

Pressekontakt: Jana Fuhrmann, +49 711 860591-529, [email protected]