Termineinladung: „TUI: Entlasse MICH – nicht deine Mitarbeiter!“ – PETA demonstriert Freitag ab 10:15 Uhr im Orca-Kostüm am Brandenburger Tor

Berlin / Stuttgart, 24. November 2020 – Tierquälerei und Entlassungen: Trotz Finanzhilfen im Umfang von bislang knapp drei Milliarden Euro hat die TUI-Gruppe bereits im Frühjahr angekündigt, weltweit bis zu 8.000 Jobs zu streichen. PETA hat einen anderen Vorschlag und demonstriert deshalb am Freitag ab 10:15 Uhr am Pariser Platz vor der Vorderseite des Brandenburger Tors, bei der TUI-Zentrale in Berlin. Ein Orca mit Schild fordert den Konzern auf: „TUI: Entlasse MICH – nicht deine Mitarbeiter!“ Das Reiseunternehmen soll den Ticketverkauf in Orca-Zoos und Delfinarien wie SeaWorld und Loro Parque aus seinem Angebot streichen. PETA legte dem Unternehmen Studien vor, die nachweisen, dass die Meeressäuger in den kleinen Betonbecken leiden. [1–3] Staatliche Zuschüsse in Milliardenhöhe darf es nach Ansicht der Organisation nur für tierfreundliche Unternehmen geben.
 
„Würde TUI auf ein tierfreundliches, modernes Ausflugsangebot umsteigen, dürfte der Touristikkonzern sicher auch finanziell profitieren. Immer mehr Touristen lehnen Tierqualparks ab“, so Jens Vogt, Aktionskoordinator bei PETA. „Wissenschaftliche Studien beweisen, dass Orcas in Gefangenschaft physisch und psychisch leiden: Sie kauen an den Betonwänden, springen aus den Becken – vermutlich, um aggressiven Artgenossen zu entkommen – oder donnern mit dem Kopf gegen Metallgitter. Zudem wurden schon vier Menschen von Orcas in Gefangenschaft getötet. TUI muss sich endlich von der Zusammenarbeit mit diesen Parks verabschieden.“
 
Hintergrundinformationen
Vor wenigen Wochen gab Frankeich bekannt, die Zucht und Haltung von Orcas und Delfinen auslaufen zu lassen. Die Reiseanbieter Pure Destinations und Honeymoon Dreams folgen nun auch dem Beispiel von TripAdvisor, AirBnB und Virgin Holidays, die keine SeaWorld-Tickets mehr verkaufen. PETA appelliert an TUI, diesen wegweisenden Beispielen zu folgen. In Freiheit leben Orcas in Familienverbänden; sie spielen, lernen und geben ihr Wissen an ihren Nachwuchs weiter. [4] In Meeresparks hingegen werden oft auch miteinander unverträgliche Orcas zusammen in ein Becken gesperrt. Infolge der artwidrigen Umstände in Gefangenschaft sind die Tiere frustriert; oft nagen sie an den Betonwänden der Becken und kauen sich die Zähne ab. Mindestens 41 Orcas sind bereits bei SeaWorld gestorben, unter anderem an den Folgen von Lungenentzündung oder Herz-Kreislauf-Versagen. Die Meeressäuger können über 100 Jahre alt werden. In Gefangenschaft liegt ihre durchschnittliche Lebenserwartung jedoch bei gerade einmal 14 Jahren. Im spanischen Loro Parque – in dem ebenfalls schon ein Schwertwal einen Trainer tötete – wurde im September 2018 das Orca-Mädchen Ula geboren, an dessen Gefangenschaft auch TUI Geld verdient.  
 
PETAs Motto lautet in Teilen: Tiere sind nicht dazu da, dass sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Weltanschauung, die den Menschen als allen anderen Lebewesen überlegen einstuft.
 
[1] Marino, L./Rose, N. A./Visser, I. N./Rally, H./Ferdowsian, H./Slootsky, V. (2020): The harmful effects of captivity and chronic stress on the well-being of orcas (Orcinus orca). Journal of Veterinary Behavior, Volume 35.
[2] Jett, J. et al. (2017): Tooth damage in captive orcas (Orcinus orca). – Arch. Oral Biol. 84: 151–160. 
[3] Anderson, R./Waayers, R./Knight, A. (2016): Orca Behavior and Subsequent Aggression Associated with Oceanarium Confinement. Animals 2016, 6, 49; doi:10.3390/ani6080049.
[4] WHALE WISDOM. Directed by Rick Rosenthal and narrated by Sir David Attenborough. Broadcasting worldwide in 2020. Online abrufbar unter: https://www1.wdr.de/fernsehen/abenteuer-erde/sendungen/wale-clevere-giganten-neu-100.html. Ausgestrahlt im WDR Fernsehen am 07.07.2020.
 
Details zur Aktion:

Datum: Freitag, 27. November 2020
Uhrzeit: 10:15–10:45 Uhr
Ort: Pariser Platz, 10117 Berlin
Kontakt vor Ort: Jens Vogt (den telefonischen Kontakt stellen wir auf Anfrage gerne her)
 
Weitere Informationen:
PETA.de/Tui
 
Sendefähige Radio-O-Töne zum Thema „Warum macht PETA Straßenaktionen?“ und zu vielen weiteren Tierrechtsthemen finden Sie in PETAs Audioportal. PETAs Fachreferenten stehen Ihnen selbstverständlich nach wie vor für persönliche Interviews zur Verfügung.
 

Pressekontakt:
Julia Zhorzel, +49 711 860591-536, [email protected]e