Trotz Verurteilung wegen Tierquälerei: Alpenhain unterstützt weiterhin Prügel-Bauer aus Ebersberg – PETA kritisiert Molkerei scharf

Ebersberg/ Pfaffing/ Stuttgart, 13. Januar 2021 – Alpenhain bleibt verurteiltem Landwirt treu: PETA hat das Molkereiunternehmen Alpenhain Mitte Dezember über die rechtskräftige Verurteilung einer der Milchbauern, der an eine ihrer Bezugs-Erzeugergemeinschaft liefert, informiert. Die Tierrechtsorganisation forderte Alpenhain auf, deswegen die Zusammenarbeit mit der Erzeugergemeinschaft einzustellen. Der Landwirt Michael A. aus Ebersberg wurde im Dezember zu 150 Tagessätzen à 20 Euro verurteilt und ist nun vorbestraft. Grundlage hierfür war ein Whistleblower-Video, auf dem zu sehen ist, wie der Mann eine Kuh, deren Augen verbunden sind, mit einem Stock verprügelt. Die schriftliche Stellungnahme des Unternehmens zur Forderung der Tierrechtsorganisation fiel deutlich aus: Alpenhain wird die Lieferbeziehung mit der Erzeugergemeinschaft, an die der Landwirt seine Milch ausliefert, aufrechterhalten, da „sein Verhalten seit dem Vorfall in keiner Weise zu beanstanden war.“ Anstatt des Rinderlehrgangs, zu dem der Mann verurteilt wurde, fordert PETA ein langjähriges Tierhalte- und Betreuungsverbot für den Landwirt.

„Es macht uns fassungslos, dass die Molkerei Alpenhain an der Lieferbeziehung zu dieser Erzeugergemeinschaft festhält und damit einen wegen Tierquälerei verurteilten Landwirt unterstützt“, so Agrarwissenschaftlerin Lisa Kainz, Fachreferentin für Tiere in der Ernährungsindustrie bei PETA. „Dies zeigt einmal mehr, dass in der Milchindustrie wirtschaftliche Interessen im Vordergrund stehen. Menschen, die dieses ausbeuterische System nicht unterstützen wollen, greifen im Supermarkt zu pflanzlichen Produkten.“

Laut Zeugenaussage ist der Landwirt ein Wiederholungstäter; er soll bereits öfter Kühe misshandelt haben. Zudem weist PETA darauf hin, dass es Alpenhain nicht möglich sein dürfte, zu überprüfen, wie der Bauer seine Tiere in Zukunft hinter verschlossenen Stalltüren behandelt. Die Tochter des Landwirts soll außerdem bei der beliefernden Erzeugergemeinschaft beschäftigt sein. Inwieweit dieser Umstand bei der erneuten Abnahme der Milch eine Rolle spielt, bleibt offen.

Die hohe Geldstrafe, zu der Michael A. verurteilt wurde, bietet nach Ansicht der Tierrechtsorganisation eine ausreichende rechtliche Grundlage für ein Tierhalte- und Betreuungsverbot.

PETAs Motto lautet in Teilen: Tiere sind nicht dazu da, dass wir sie essen oder sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Weltanschauung, die den Menschen als allen anderen Lebewesen überlegen einstuft.

Weitere Informationen:

PETA.de/Neuigkeiten/Kaeserei-Alpenhain/

PETA.de/Presse/hohe-Geldstrafen-fuer-Kuhquaeler-nach-Peta-Strafanzeige-Landwirt-vorbestraft/

PETA.de/Themen/Milch-Hintergrund/

PETA.de/Neuigkeiten/Bauer-verpruegelt-Kuh/

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