„V like Victory“ mit „PETA Movie Award“ ausgezeichnet – Dokumentation räumt mit Ernährungsmythen auf

Stuttgart, 30. Juli 2021 – PETA zeichnet „V like Victory – vegan im Profisport“ mit dem „Movie Award“ aus: Die knapp 71-minütige Dokumentation steht seit März dieses Jahres kostenlos auf v-like-victory.de zum Streamen zur Verfügung und zeigt, wie sich eine pflanzliche Ernährung auf Sportler auswirkt. Dafür hat Regisseur und Filmemacher Lars Oppermann mit überwiegend oder komplett vegan lebenden Profisportlern gesprochen. Zu Wort kommen Athleten wie der Bodybuilder Ralf Möller, Ex-Bundesliga- und Nationalfußballer Timo Hildebrand, Box-Champion Ünsal Arik, Kickbox-Weltmeisterin Marie Lang und Profi-Surferin Valeska Schneider. In Interviews mit Ernährungsexperten wie Niko Rittenau und PETA-Mitarbeitern werden wissenschaftliche und ethische Aspekte aufs Tapet gebracht.

„Die Dokumentation räumt mit Mythen auf und zeigt mit individuellen, inspirierenden Geschichten, dass kein Mensch Produkte von gequälten Tieren braucht. Deshalb haben wir uns dafür entschieden, erstmals einen ‚PETA Movie Award‘ zu verleihen. ‚V like Victory‘ regt zum Umdenken an und wir hoffen, dass die Dokumentation noch viele weitere Menschen erreichen wird“, so Tobias Schalyo, PETAs Marketing Manager im Bereich Vegan Food, Tourismus und Entertainment.

Hinter den Kulissen
Das Filmprojekt entstand in Kooperation mit Oppermanns Produktionsfirma Jangland Studio, die PETA mit dem „Progress Award 2015“ auszeichnete. Der 2. Vorsitzende der Tierrechtsorganisation, Harald Ullmann, und PETA-Expertin Lisa Kainz kommen in der Dokumentation ebenfalls zu Wort. Lars Oppermann selbst hat sich neben seiner Arbeit dem Wellenreiten verschrieben. Er lebt seit acht Jahren vegan und bereitet sich mit Klettern, Surfskaten und Fitnesstraining auf seine Surfreisen vor. Als Inspiration für sein neues Projekt diente ihm die amerikanische Dokumentation „The Game Changers“.

Vegane Ernährung im Sport – der Proteinmythos
„Immer mehr Menschen erkennen, dass die industrielle Tierhaltung Milliarden Tiere immensen Qualen aussetzt, unsere Umwelt zerstört sowie Krankheiten und sogar Pandemien auslösen kann. Leider hält sich der Proteinmythos insbesondere in Sportkreisen noch hartnäckig“, betont Eick. Dabei wird Athleten eine ausgewogene, kohlenhydratreiche Ernährung empfohlen, die wenig Fett, aber ausreichend Protein enthält. [1, 2] Kohlenhydrate haben zu Unrecht einen schlechten Ruf, denn sie dienen dem menschlichen Körper während eines hochintensiven Trainings als primärer „Brennstoff“. Insbesondere bei Sportlern sollten daher bis zu 75 Prozent der Kalorien aus Kohlenhydraten stammen [1] – gute Lieferanten, die zudem qualitativ hochwertiges Protein enthalten, sind beispielsweise Hülsenfrüchte wie Linsen, Erbsen, Bohnen, Vollkorngetreide, Obst und sämtliche Gemüsesorten.

„Einen Eiweißmangel muss bei einer veganen Ernährung niemand befürchten – das ist bei einem gesunden Menschen und einer ausreichenden Kalorienzufuhr quasi unmöglich“, erklärt Eick. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt für Erwachsene 0,8 Gramm Protein pro Kilogramm Körpergewicht. Diese und auch größere Mengen sind mit hochwertigen pflanzlichen Nahrungsmitteln wie Getreide, Hülsenfrüchten, Nüssen und Samen problemlos zu erreichen – und zudem cholesterinfrei, wodurch vegan lebende Menschen gesundheitliche Risiken minimieren, beispielsweise das für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Zwar enthalten einige pflanzliche Proteine nicht alle acht essenziellen Aminosäuren in ausreichender Menge und werden daher in ihrer Wertigkeit oft als schlechter eingestuft. Es spielt jedoch keine Rolle, welche Aminosäuren ein einzelnes Lebensmittel enthält – wichtig ist das Aminosäure-Spektrum eines ganzen Tages. Durch die Kombination verschiedener pflanzlicher Quellen wird eine hohe biologische Wertigkeit leicht erreicht.

PETAs Motto lautet in Teilen: Tiere sind nicht dazu da, dass wir sie essen oder sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Weltanschauung, die den Menschen als allen anderen Lebewesen überlegen einstuft.

[1] Position of the American Dietetic Association and the Canadian Dietetic Association: nutrition for physical fitness and athletic performance for adults. J Am Diet Assoc 1993;93:691.
[2] Houtkooper L. Food selection for endurance sports. Med Sci Sports Exerc 1992;24(9suppl):S349-59.

Weitere Informationen:
PETA.de/Neuigkeiten/Movie-Award-v-like-Victory
PETA.de/Veganleben/Vegane-Nahrung-pure-Energie-fuer-Sportler
PETA.de/Veganleben/Veganundsport
PETA.de/Kategorie/Vegan-leben/Gesundheit-Sport/Praevention-Krankheiten
PETA.de/Kampagnen/Corona
PETA.de/Ernaehrung-Hintergrund

Pressekontakt:
Valeria Goller, +49 711 860591-521, [email protected]