Video: Puma wird im Zirkus vor laufender Kamera misshandelt

Puma Russland ZirkusTwitter / sangesnicola

Seit einigen Tagen verbreitet sich über die sozialen Netzwerke ein Video aus Russland, das die Menschen schockiert. Darauf zu sehen ist ein Puma in einem russischen Zirkus, der sich verzweifelt gegen den Dompteu  wehrt. Das Tier soll während einer Vorführung auf mehrere Podeste springen, versucht jedoch panisch, sich aus der eng am Hals sitzenden Leine des Dompteurs zu winden. Dieser zerrt so lange gewaltsam an dem Puma, bis dieser gar nicht mehr anders kann, als auf die Podeste zu springen.

Wie rechtfertigt der Zirkus die Tierquälerei?

Der Vorfall ereignete sich im Zirkus Kemerowo, der Berichten zufolge neben dem Puma auch einen Jaguar und eine Hyäne gefangen hält. [1] Nachdem das Video einen öffentlichen Aufschrei ausgelöst hatte, gaben die Zirkusverantwortlichen an, ein Blitzlicht aus den Zuschauerreihen hätte das Tier verschreckt. Danach hätte man den Puma nicht aus der Situation herausnehmen können, weil er sonst auch in Zukunft Angst vor der Manege haben würde.

Die Wahrheit hinter Zirkusdressur

Pumas sind – im Gegensatz zu domestizierten Tieren wie Hunden oder Katzen – Wildtiere und als solche nicht an ein Leben mit dem Menschen angepasst. Das gilt auch dann, wenn sie in Gefangenschaft geboren wurden. Bereits der Kontakt zum Menschen bedeutet für die meisten Wildtiere enormen Stress. Wie also bringt man sie dazu, vor lauten Zuschauermengen völlig unnatürliche Tricks vorzuführen? Die Antwortet lautet – und zwar immer: Zwang und Gewalt. Eine angeblich sanfte Dressur mit Leckerlis und viel Liebe ist nichts als ein Zirkusmärchen.

Immer wieder gelingt es Tierschützern, Aufnahmen der gängigen Trainingsmethoden zu machen, die stets von Gewalt und Zwang geprägt sind. Wildtiere lassen sich nur dressieren, weil ihr Wille bereits im Vorfeld gebrochen wurde und sie permanent befürchten müssen, bestraft zu werden. Dabei kommen auch in deutschen Zirkussen noch immer Elefantenhaken, Stock und Peitsche zum Einsatz, um die Tiere zu unterwerfen und zum Auftritt zu zwingen.
 

Was Sie tun können  

  • Besuchen Sie niemals einen Zirkus, in dem Tiere auftreten müssen – denn mit Ihrer Eintrittskarte zahlen Sie stets für Gewalt und Ausbeutung.
  • Unterstützen Sie stattdessen tierfreundliche Zirkusse, die auf menschliche Artistinnen und Artisten setzen.
  • Machen Sie sich an Ihrem Wohnort dafür stark, dass dort keine Zirkusse mit Wildtieren gastieren dürfen.