5 Gründe, warum Rassekatzen-Ausstellungen Tierquälerei sind

Rassekatze Ausstellung
Jedes Jahr werden zahllose sogenannte Rassekatzen-Ausstellungen in ganz Deutschland abgehalten, bei denen Katzenzüchter und -halter in Wettbewerben um den Preis für die „schönste“ Katze buhlen – zum Leidwesen der Tiere. Überzüchtung, anstrengende Transporte und großer Stress sind nur einige der Gründe, aus denen Katzen-Ausstellungen Tierquälerei sind.
 
Katze Ausstellung

1. Rassekatzen leiden extrem unter der Zucht

Wie der Name der Veranstaltung schon sagt, werden bei der Ausstellung Katzen bestimmter „Rassen“ vorgestellt. Diese Tiere werden auf bestimmte Merkmale hin gezüchtet, nur um gewisse „Rassestandards“ zu erfüllen. Doch viele dieser Merkmale bedeuten für die Tiere große Qualen und gesundheitliche Probleme. So ist beispielsweise die Sphinx-Katze, auch Nacktkatze genannt, durch ihre fehlenden Tasthaare nicht in der Lage, sich ausreichend zu orientieren oder mit Artgenossen zu kommunizieren. In vielen Bundesländern ist es mittlerweile verboten, diese Katzenart zu züchten.

Weitere Leidtragende sind Perserkatzen, die durch ihre flache Nase und ihre extreme Kurzköpfigkeit oftmals an schlimmen Atembeschwerden und Problemen mit dem Tränennasenkanal leiden. Schlimme Augeninfektionen sind bei dieser Zucht meist gang und gäbe. Vielen Perserkatzen fällt selbst die Nahrungsaufnahme schwer. Die Zahnfehlstellungen, schwerwiegenden Atemprobleme, der permanente Augenausfluss und Bindehautentzündungen müssen oft chirurgisch versorgt werden. Zudem neigt die Perserkatze zu Schwergeburten und einer gesteigerten Totgeburtenrate. Nicht selten ist ein Kaiserschnitt notwendig.
 
Perserkatze Ausstellung
Ein weiteres Beispiel ist die Schottische Faltohrkatze, der „niedliche Knickohren“ angezüchtet werden. Das Gen, welches die Faltohren erzeugt, ist jedoch auch für sehr schmerzhafte Degenerationen an Beinen und Gelenken verantwortlich. So bedeuten die gezüchteten Verformungen des Körpers für viele Rassekatzen lebenslanges Leid. Auch kommt es leider immer noch vor, dass Katzen mit kupierten – also abgeschnittenen – Schwänzen in Wettbewerben präsentiert werden.

2. Die Ausstellungen bedeuten Stress pur für die Tiere

Ausgestellt in kleinen Gitterkäfigen, inmitten einer riesigen Halle, von tausenden Menschen und anderen Katzen umringt und von zahllosen Augenpaaren begutachtet – diesen Stress möchte sich niemand freiwillig antun. Warum ihn dann dem tierischen Mitbewohner zufügen? Katzen sind sehr lautstärkeempfindlich und haben einen hohen Bewegungsdrang, den sie in der Transportbox oder auf dem Ausstellungstisch selbstverständlich nicht ausleben können. Die Tiere reagieren nicht selten verängstigt oder sogar aggressiv in einer Umgebung mit derart hohen Stressfaktoren.
 
Katze Ausstellung

3. Lange und anstrengende Transportwege

Die meisten Katzen suchen das Weite, wenn sie eine Transportbox sehen – und das nicht ohne Grund. Wer möchte schon stundenlang in einer kleinen Plastikkiste ausharren, im eigenen Urin und Kot? Nur wenige Katzen haben kein Problem mit dem Autofahren und bleiben ruhig.

Züchter und Halter aus ganz Deutschland und dem Ausland reisen zu Rassekatzen-Ausstellungen an und nehmen damit den enormen Stress für ihre Katze einfach in Kauf.
 
Katze Ausstellung

4. Profit steht vor Tierwohl

Katzenhalter nehmen an Rassekatzen-Ausstellungen nicht nur teil, um anderen Teilnehmern und Besuchern ihr Tier zu zeigen. Hauptgründe für eine Teilnahme an Ausstellungen sind die Wettbewerbe, bei denen in verschiedenen Kategorien die „schönste“ Katze von einer Jury bestimmt wird, sowie mögliche Käufer für die Katzen. Angesichts der Aussicht auf Geld stellen die Halter das Wohl ihres Schützlings hinten an – das ist keine echte Tierliebe!
 
Katzenausstellung

5. Keine Chance für die Katzen im Tierheim

Der Rassenwahn führt dazu, dass Katzen nur wegen ihres Aussehens oder einem anderen spezifischen Merkmal gezüchtet und gekauft werden – während tausende Katzen in Tierheimen in ganz Deutschland auf ein neues Zuhause hoffen. Insgesamt werden jedes Jahr 300.000 Tiere in Deutschland im Tierheim abgegeben oder einfach ausgesetzt. Mit jedem beim Züchter gekauften Tier schwindet für ein heimatloses Tier die Chance auf ein liebevolles Zuhause.
 
Tierheim Katze

Was Sie tun können

  • Bitte besuchen Sie niemals eine Rassekatzen-Ausstellung oder andere Ausstellungen mit Tieren.
  • Klären Sie Familie, Freunde und Bekannte darüber auf, wie es den Tieren auf solchen Ausstellungen geht, und bitten Sie sie, derartige Veranstaltungen ebenfalls zu meiden.
  • Kaufen Sie kein Tier beim Züchter, im Internet oder in Zoohandlungen, sondern adoptieren Sie Ihren neuen tierischen Mitbewohner immer aus dem Tierheim.