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„Rassenwahn“ in Chemnitz – PETA kritisiert „Internationale Rassehunde-Ausstellung“

 
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Stand April 2017
Chemnitz / Stuttgart, 7. April 2017 – Rassenwahn: Falsch bei Menschen, falsch bei Tieren! Die Tierrechtsorganisation PETA übt scharfe Kritik an der „Internationalen Rassehunde-Ausstellung“, die an diesem Wochenende in der Chemnitz-Arena stattfindet. Tierhalter aus 40 Ländern haben insgesamt 2.280 Hunde für die Veranstaltung angemeldet. Neben Schönheitswettbewerben steht in der Messehalle auch Turniersport auf dem Programm. In deutschen Tierheimen warten Tausende Vierbeiner auf ein neues Zuhause. Dennoch „produziert“ die Zuchtindustrie fortlaufend Nachschub, um die Nachfrage nach bestimmten „Rassen“, die gerade in Mode sind, zu befriedigen. Dabei leiden zahlreiche der auf bestimmte Merkmale hin gezüchteten Tiere unter Gesundheitsproblemen. Schäferhunde leiden häufig an Hüftgelenksdysplasien, Bernhardiner, Cocker Spaniel und Bluthunde an chronischer Bindehautentzündung. PETA betont, dass Hunde sensible Lebewesen sind, die nicht zu Ausstellungsobjekten degradiert werden dürfen.
 
„Der Rassenwahn führt dazu, dass Hunde wegen eines bestimmten Merkmals gezüchtet oder gekauft werden – dem muss endlich ein Ende gesetzt werden“, so Dörte Röhl, Tierärztin und Fachreferentin für tierische Mitbewohner bei PETA. „Hunde sind keine Legosteine, die beliebig nach Form und Farbe zusammengebaut werden können. Die absurden Verformungen ihrer Körper nach Maßgaben der Verbände bedeuten für die Tiere mitunter lebenslanges körperliches Leid. Zudem verschärft jedes gezüchtete Tier die Situation für die vielen heimatlosen Tiere.“
 
In deutschen Haushalten leben bereits etwa acht Millionen Hunde. Züchter „produzieren“ weiterhin reichlich Nachwuchs, obwohl jährlich allein in Deutschland insgesamt etwa 300.000 Tiere im Tierheim abgegeben oder einfach ausgesetzt werden. Zudem hat sich die Verweildauer von Hunden und Katzen in den Auffangstationen seit 2005 dramatisch erhöht: Heute bleiben 25 bis 30 Prozent der Tiere ein Jahr oder länger im Tierheim. PETA appelliert daher an alle Tierfreunde, die Zucht nicht zu unterstützen und stattdessen einem hilfsbedürftigen Tier aus dem Tierheim ein Zuhause zu schenken.
 
Weitere Informationen:
PETA.de/Tierheim
PETA.de/Rassenwahn
PETA.de/VDH
PETA.de/Zoohandel
 
Kontakt:
Judith Stich, +49 (0)30 6832666-04, JudithS@peta.de