„Rassenwahn“ in Dortmund – PETA kritisiert Internationale Rassehundeausstellung

Dortmund / Stuttgart, 10. Oktober 2019 – Rassenwahn: Falsch bei Menschen, falsch bei Hunden! PETA übt scharfe Kritik an der ab Freitag in den Dortmunder Westfalenhallen stattfindenden „Internationalen Rassehundeausstellung“ des Verbands für das Deutsche Hundewesen (VDH) e. V. Im Rahmen der Messe „Hund & Pferd“ werden voraussichtlich etwa 8000 Hunde aus circa 240 verschiedenen „Rassen“ zur Schau gestellt. Gleichzeitig sehnen sich in den Tierheimen tausende Vierbeiner nach einem neuen Zuhause. Die Tierschutzorganisation betont, dass Hunde sensible Lebewesen sind, die nicht zu Ausstellungsobjekten degradiert werden dürfen.
 
„Für die Ausstellung reisen Züchter aus der ganzen Welt nach Dortmund und setzen ihre Vierbeiner damit immensem Stress aus. Zuchtverbände, die Hunde beliebig nach Form und Farbe ‚zusammenbauen‘, nehmen zudem billigend in Kauf, dass viele der Tiere ihr Leben lang leiden und oftmals schwer krank sind“, so Jana Hoger, Fachreferentin für tierische Mitbewohner bei PETA.
 
Zucht führt häufig zu Gesundheitsproblemen und verschärft die Situation in Tierheimen
Wenn das äußere Erscheinungsbild der Tiere im Vordergrund steht, leiden zahlreiche sogenannte Rassehunde mitunter lebenslang an gesundheitlichen Problemen. Beispielsweise erkranken Schäferhunde oft an Hüftgelenksdysplasien, Cocker Spaniel an chronischer Bindehautentzündung und französische Bulldoggen an Atembeschwerden und Anomalien der Wirbelsäule. 
 
PETA weist darauf hin, dass die Nachzucht auch die Situation für heimatlose Tiere verschärft. In deutschen Haushalten leben bereits über neun Millionen Hunde [1]. Um die Nachfrage nach bestimmten „Rassen“ zu befriedigen, „produzieren“ Züchter jedoch weiterhin für reichlich Nachwuchs – dabei werden jährlich allein in Deutschland insgesamt etwa 300.000 Tiere im Tierheim abgegeben oder einfach ausgesetzt. 25 bis 30 Prozent der Tiere bleiben ein Jahr oder länger im Tierheim. PETA appelliert daher an alle Tierfreunde, die Zucht nicht zu unterstützen und stattdessen einem hilfsbedürftigen Tier aus dem Tierheim ein Zuhause zu schenken.

PETAs Motto lautet in Teilen: Tiere sind nicht dazu da, dass sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein: eine Weltanschauung, die den Menschen als allen anderen Lebewesen überlegen einstuft.
 
[1] https://www.zzf.de/fileadmin/files/ZZF/Marktdaten/IVH_ZZF_Der_Deutsche_Heimtiermarkt_Anzahl_Heimtiere_2017.pdf
 

Rassenwahn – falsch bei Menschen, falsch bei Hunden. / © PETA Deutschland e.V.
 
Das druckfähige Motiv steht hier zum Download zur Verfügung.
 
Weitere Informationen:
PETA.de/Tierheim
PETA.de/Rassenwahn
PETA.de/Zoohandlungen-kein-Gewinn-fuer-Tiere
 
Pressekontakt:
Lisa Kienzle, +49 711 860591-536, [email protected]