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„Rassenwahn“ in Hannover – PETA kritisiert Internationale Rassehunde- und Rassekatzen-Ausstellung

 
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Stand Februar 2018
Hannover / Stuttgart, 1. Februar 2018 – Rassenwahn: Falsch bei Menschen, falsch bei Tieren! Die Tierrechtsorganisation PETA übt scharfe Kritik an der Rassehunde- und Rassekatzen-Ausstellung, die an diesem Wochenende im Rahmen der Supreme Heimtiermesse in der Messe Hannover stattfindet. Dort werden wieder viele Hunde und Katzen verschiedener „Rassen“ zu sehen sein. Gleichzeitig warten in deutschen Tierheimen Tausende Vierbeiner auf ein neues Zuhause. Dennoch „produziert“ die Zuchtindustrie fortlaufend Nachschub, um die Nachfrage nach bestimmten „Rassen“, die gerade in Mode sind, zu befriedigen. Dabei leiden zahlreiche der auf bestimmte Merkmale hin gezüchteten Tiere unter Gesundheitsproblemen. Perserkatzen etwa haben aufgrund ihrer Stupsnase häufig Atembeschwerden; Schäferhunde leiden oft an Hüftgelenksdysplasien, Bernhardiner, Cocker Spaniel und Bluthunde an chronischer Bindehautentzündung. PETA betont, dass Hunde und Katzen sensible Lebewesen sind, die nicht zu Ausstellungsobjekten degradiert werden dürfen.
 
„Der Rassenwahn führt dazu, dass Hunde und Katzen wegen eines bestimmten Merkmals gezüchtet oder gekauft werden – dem muss endlich ein Ende gesetzt werden“, so Jana Hoger, Fachreferentin für tierische Mitbewohner bei PETA. „Hunde und Katzen sind keine Legosteine, die beliebig nach Form und Farbe zusammengebaut werden können. Die absurden Verformungen ihrer Körper nach Maßgaben der Verbände bedeuten für die Tiere mitunter lebenslanges körperliches Leid. Zudem verschärft jedes gezüchtete Tier die Situation für die vielen heimatlosen Tiere.“
 
In deutschen Haushalten leben bereits etwa 13 Millionen Katzen und knapp acht Millionen Hunde. Züchter „produzieren“ weiterhin reichlich Nachwuchs, obwohl jährlich allein in Deutschland insgesamt etwa 300.000 Tiere im Tierheim abgegeben oder einfach ausgesetzt werden. Zudem hat sich die Verweildauer von Hunden und Katzen in den Auffangstationen seit 2005 dramatisch erhöht: Heute bleiben 25 bis 30 Prozent der Tiere ein Jahr oder länger im Tierheim. PETA appelliert daher an alle Tierfreunde, die Zucht nicht zu unterstützen und stattdessen einem hilfsbedürftigen Tier aus dem Tierheim ein Zuhause zu schenken.

Weitere Informationen:
PETA.de/Tierheim
PETA.de/Rassenwahn
PETA.de/Zoohandel
 
Kontakt:
Katharina Wicke, +49 711 860591-535, KatharinaW@peta.de