„Rassenwahn“ in Innsbruck – PETA kritisiert Internationale Rassehundeausstellung

Innsbruck / Stuttgart, 14. August 2019 – Rassenwahn: Falsch bei Menschen, falsch bei Hunden! PETA übt scharfe Kritik an der am Wochenende in Innsbruck stattfindenden internationalen Hundeausstellung des Österreichischen Kynologenverbands (ÖKV). Auf dem Messegelände werden knapp 3000 Hunde aus 230 verschiedenen „Rassen“ zur Schau gestellt. Gleichzeitig warten in den Tierheimen tausende Vierbeiner auf ein neues Zuhause. Die Tierschutzorganisation betont, dass Hunde sensible Lebewesen sind, die nicht zu Ausstellungsobjekten degradiert werden dürfen.
 
„Aus 28 verschiedenen Nationen werden die Hunde extra zur Schau gefahren – die langen Transporte bedeuten extremen Stress für die Vierbeiner. Zuchtverbände, die Hunde beliebig nach Form und Farbe ‚zusammenbauen‘, nehmen zudem billigend in Kauf, dass viele der Tiere ihr Leben lang leiden und oftmals schwer krank sind“, so Jana Hoger, Fachreferentin für tierische Mitbewohner bei PETA.
 
Zucht führt häufig zu Gesundheitsproblemen und verschärft die Situation in Tierheimen
Wenn das äußere Erscheinungsbild der Tiere im Vordergrund steht, leiden zahlreiche sogenannte Rassehunde mitunter lebenslang an gesundheitlichen Problemen. Beispielsweise erkranken Schäferhunde oft an Hüftgelenksdysplasien, Cocker Spaniel an chronischer Bindehautentzündung und französische Bulldoggen an Atembeschwerden und Anomalien der Wirbelsäule.
 
PETA weist darauf hin, dass die Nachzucht auch die Situation für heimatlose Tiere verschärft. In österreichischen Haushalten leben bereits knapp 581.000 Hunde. Um die Nachfrage nach bestimmten „Rassen“ zu befriedigen, „produzieren“ Züchter jedoch weiterhin reichlich Nachwuchs – dabei werden jährlich tausende Tiere im Tierheim abgegeben oder einfach ausgesetzt. PETA appelliert daher an alle Tierfreunde, die Zucht nicht zu unterstützen und stattdessen einem hilfsbedürftigen Tier aus dem Tierheim ein Zuhause zu schenken.

PETAs Motto lautet in Teilen: Tiere sind nicht dazu da, dass sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein: eine Weltanschauung, die den Menschen als allen anderen Lebewesen überlegen einstuft.
 

Rassenwahn – falsch bei Menschen, falsch bei Hunden. / © PETA Deutschland e.V.
 
Das druckfähige Motiv steht hier zum Download zur Verfügung.
 
Weitere Informationen:
PETA.de/Tierheim
PETA.de/Rassenwahn
PETA.de/Zoohandlungen-kein-Gewinn-fuer-Tiere
 
Kontakt:
Lisa Kienzle, +49 711 860591-536, [email protected]