Reitsport: Diese 2 Dopingmittel sind jetzt zugelassen

Um bei Wettkämpfen zu gewinnen, zwingen Reiter ihre Pferde, Risiken in Kauf zu nehmen, die sie freiwillig niemals eingehen würden. Die Rollkur beispielsweise kann zu großem Stress und irreparablen Schäden an der Halswirbelsäule führen. Bei Pferderennen werden die sensiblen Fluchttiere mit lauten Peitschenschlägen über die Bahn gehetzt. Allein 2018 starben hierbei mindestens acht Pferde noch auf der Rennbahn. Auch im Springsport nutzen Reiter sogenannte „Hilfsmittel“, damit die Pferde innerhalb kurzer Zeit über hohe Hindernisse springen.

„Diese Folterwerkzeuge sind extrem belastend für die Tiere und die Tortur hört erst auf, wenn sie sich dem Willen des Menschen beugen“,

Dr. Edmund Haferbeck, Leiter der Rechts- und Wissenschaftsabteilung bei PETA.



Als wäre es nicht schlimm genug, Pferde systematisch über ihre natürlichen Grenzen hinaus zu Höchstleistungen zu zwingen, erlaubt die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) nun auch noch zwei Dopingmittel. Durch diese Medikamente werden Stresssymptome der Pferde unterdrückt, damit sie entgegen ihrer eigentlichen körperlichen Verfassung immer weitermachen. Wer Pferden Dopingmittel verabreicht, beweist, dass es beim Pferdesport niemals um das Wohl der Pferde geht. Es zählt lediglich der eigene Sieg, der um jeden Preis errungen werden soll.

 

Welche Dopingmittel dürfen ab sofort verabreicht werden?

Seit diesem Jahr dürfen Reiter ihre Pferde mit Altrenogest und Omeprazol dopen. Altrenogest reduziert das Paarungsverhalten bei Stuten und Omeprazol ist ein Magensäureblocker. Er wird häufig bei stressbedingten Magengeschwüren verabreicht.

Was macht PETA dagegen?

Wir haben bei der Staatsanwaltschaft Münster Strafanzeige gegen die Deutsche Reiterliche Vereinigung erstattet. Wir verweisen hier auf ein ausführliches Gutachten des renommierten Fachtierarztes für Pferde und Tierschutz Dr. Maximilian Pick.

Die Deutsche Reiterliche Vereinigung verstößt nach Auffassung von PETA mit ihrer Entscheidung gegen das Tierschutzgesetz, da dieses leistungsfördernde Stoffe bei Wirbeltieren verbietet. Die Medikamente müssen sofort aus dem Katalog der zugelassenen Mittel entfernt werden, denn es ist absolut untragbar, dass ein Pferd weiter durch das Dressurviereck gepeitscht wird, wenn es bereits an Magengeschwüren leidet.

Bitte besuchen Sie keine Pferdesport-Veranstaltungen, damit dieses Leiden endlich ein Ende findet. Es ist nicht mehr zeitgemäß, Tiere für die eigenen Zwecke auszubeuten und zu quälen. Setzen Sie sich mit uns für die Grundrechte aller Tiere ein und informieren Sie Ihre Freunde darüber.




 

Unsere Autoren

Isabella Lynley

Als Content Producer kämpft Isabella Lynley für die Rechte ALLER Tiere.