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Rettungseinsatz in Bremen – Veterinäramt versagt auf ganzer Linie

 
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PETA: Arbeitsverweigerung der Behörde ist bezeichnend für Situation in Deutschland

Stand Mai 2012
Bremen / Gerlingen, 11. Mai 2012 – Nach dem jüngsten Vorfall Bremer Schrebergartenparzellen, bei dem rund 100 vernachlässigte Tiere nach langem Zögern des Veterinäramtes gerettet wurden, übt PETA Deutschland e.V. scharfe Kritik an der zuständigen Behörde. Die Tierrechtsorganisation erachtet die Vorgehensweise des Amtes als bezeichnend für das permanente Behördenversagen, mit dem sich Tierschützer in ganz Deutschland herumplagen müssen.

„Tiere in Lebensgefahr, da ohne Nahrung und Wasser, verdreckte und viel zu kleine Stallungen, verwesende Tierkörper, das alles haben wir bereits im September 2011 dokumentiert und gemeldet“, so Stefan Bröckling, beteiligter Ermittler bei PETA. „Die aktuellen Vorkommnisse zeigen, dass nur eine Beschlagnahmung aller Tiere und ein sofortiges Tierhaltungsverbot schon damals nicht nur möglich, sondern dringend erforderlich gewesen wären. Anstelle Tierleben zu retten, hat es das Bremer Veterinäramt vorgezogen, untätig zu bleiben.“
Angesichts der lange bekannten Vorgeschichte der verantwortlichen Tierhalter wirft PETA dem Bremer Veterinäramt totales Versagen vor. Bereits im Jahr 2008 wurden dem tierquälerischen Paar beide Kinder wegen völliger Verwahrlosung von Amts wegen weggenommen.

Nachdem PETA-Ermittler 2011 Hinweisen auf die katastrophalen Zustände auf einer ihrer Parzellen nachgingen, wurde das Bremer Veterinäramt umgehend eingeschaltet. Bei der anschließenden örtlichen Begehung durch einen Vertreter des Veterinäramtes wurden gleich Dutzende Tiere übersehen, obwohl die PETA-Ermittler den zuständigen Sachbearbeiter auf diese eindeutig hingewiesen hatten. Die Beschlagnahmung von knapp 20 Frettchen, Kaninchen, Katzen und Meerschweinchen war nur auf die massive Intervention der Aktivisten zurückzuführen – der Sachbearbeiter hatte diese bei seinem ersten Rundgang über die Parzelle am Schwarzen Weg trotz genauster Schilderung nicht einmal bemerkt. Und nicht nur das: Dem Tierhalter gelang es damals sogar unter den Augen des Mitarbeiters, etliche Tiere beiseite zu schaffen.

PETA macht darauf aufmerksam, dass im aktuellen Fall einzig und allein die Mitarbeiter des Bremer Tierschutzvereins ganze Arbeit geleistet haben. Nur ihnen ist es zu verdanken, dass es den Tieren endlich besser geht. Ihre Schilderungen über die Unterbringung der Tiere decken sich mit den Vorkommnissen aus 2011 und stehen im krassen Gegensatz zu den Aussagen des Sachbearbeiters Schottke, der eigenen Aussagen nach monatlich vor Ort war und keine Missstände vorgefunden haben wollte.

PETA wird künftig alle Missstandsmeldungen aus Bremen ganz besonders unter die Lupe nehmen.

Weitere Informationen:

www.peta.de/web/tierquaelereibreme.4907.html
www.peta.de/web/wenn_sie_zeuge.989.html

Kontakt:
Bartek Langer, 07156 17828-27, BartekL@peta.de