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 »  »  »  »  » Robbenmassaker - Kanadas Schande

Bitten Sie die kanadische Regierung, das Robbenmassaker zu beenden!

 
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Stand April 2017
Im Frühling kommen die grönländischen Sattelrobben an Kanadas Küsten, um dort auf den Eisschollen ihre Babys zu bekommen. Gleichzeitig zieht dieses Ereignis Arbeiter einiger weniger Fischerei-Großunternehmen aufs Eis. Zehntausende der liebenswürdigen Tiere werden grausam erschlagen oder erschossen, um ihre Felle auf dem internationalen Pelzmarkt verkaufen zu können. Zumeist werden die Robbenbabys im Alter von höchstens drei Lebensmonaten abgeschlachtet. Einige Tiere werden angeschossen, können ins Wasser fliehen und verbluten dort. In der Regel werden die Tiere jedoch von den Robbenjägern erschlagen, doch auch das gelingt nicht immer. Die Jäger zertrümmern ihre Augen, Wangen oder den Mund und ziehen sie dann an Schiffshaken über das Eis und häuten sie häufig sogar bei lebendigem Leib.

Fordern Sie Kanada auf, seinen 150. Geburtstag mit Mitgefühl zu feiern und das kommerzielle Robbenschlachten zu beenden.

Kanada bereitet aktuell die Feierlichkeiten anlässlich des 150. Geburtstages des Landes vor. Doch das Jubiläum wird von einem hässlichen Schandfleck überschattet: Im jährlichen kommerziellen Robbenschlachten werden noch immer zehntausende Robbenbabys ihres Felles wegen erschossen oder totgeschlagen. Die Schweiz hat sich gerade als 35. Land dazu entschieden, alle Importe von Robbenprodukten zu verbieten. Dies ist genau das Jahr, in dem das grausame Robbenschlachten beendet werden muss!
 
Seitdem der kanadische Premierminister Justin Trudeau im Amt ist, hat er sich vielen sozialen Belangen gewidmet. Nun hat er Gelegenheit, noch mehr Individuen zu helfen, die dringend Hilfe brauchen – den Babyrobben.
 
Bitte unterzeichnen Sie diese Petition, in der Sie Premierminister Trudeau bitten, den Schandfleck auf Kanadas Jubiläum zu entfernen und alle staatlichen Fördergelder für das kommerzielle Robbenschlachten einzustellen.

Unterschriften-Aktion:

Please Lift the Cloud Darkening Canada's 150th Birthday by Ending the Commercial Seal Slaughter

Dear Prime Minister,

As your great nation gets ready to celebrate its 150th birthday, sealers are preparing to go about the bloody business of slaughtering tens of thousands of seal pups. Not only has Canada's commercial seal slaughter been condemned around the world, it's also decried by many caring Canadians. You've been compassionate and forward-thinking on many issues, and I hope you'll help remove this stain on the country's proud reputation by ending federal subsidies of the slaughter.
 
Thank you for your consideration of this important matter.

Sincerely,

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Übersetzung auf Deutsch:

Betreff: Bitte entfernen Sie den Schandfleck auf Kanadas 150. Geburtstag: Stoppen Sie das kommerzielle Robbenschlachten
 
Sehr geehrter Premierminister Trudeau,

Ihre wunderbare Nation bereitet sich aktuell auf ihren 150. Geburtstag vor. Gleichzeitig bereiten sich Robbenjäger auf ihr blutiges Geschäft vor, in dem zehntausende Babyrobben abgeschlachtet werden. Kanadas kommerzielles Robbenschlachten wird weltweit verurteilt und von vielen Kanadier/-innen scharf kritisiert. Sie selbst haben sich in vielen Bereichen bislang voller Mitgefühl und zukunftsorientiert gezeigt – ich hoffe, Sie werden nun diesen Schandfleck auf Kanadas stolzem Ruf entfernen und alle staatlichen Fördergelder für das Robbenschlachten einstellen.
 
Vielen Dank für Ihre Bemühungen in dieser wichtigen Angelegenheit.
 
Mit freundlichen Grüßen,
 

Die Fakten

Das kanadische Fischereiministerium hat 2017 bereits erwachsene Robben zum Töten freigegeben. Die Abschussquote der Hauptjagd auf neugeborene Jungtiere wird im April bekannt gegeben. (1,2)

Insgesamt wurden laut Fischereiministerium im Jahr 2016 66.000 Sattelrobben vor den Küsten vor Neufundland und Quebec getötet.(3) Dies waren rund 14,1 Prozent der offiziell zugelassenen Fangquote von 468.200 Tieren.

Das kommerzielle Robbenschlachten ist lediglich ein Zugewinn einiger weniger Fischerei-Unternehmen in der Nebensaison und macht nur 1% der neufundländischen Wirtschaft aus. Auch ist das Abschlachten der Robben keineswegs eine Lebensgrundlage für Kanadas Einwohner – die Jagd der Inuit macht bloß 3% des gesamten Robbenschlachtens aus.

2009 hat die EU ein Import- und Handelsverbot von Robbenprodukten verabschiedet. Am 28. Oktober 2010 trat das Verbot in Kraft. Mit Russland fiel im Dezember 2011 das wichtigste Abnehmerland von Robbenprodukten weg – 95% der Robbenfellprodukte gingen nach Russland. Als letztes Land trat im April 2017 in der Schweiz ein Robbenimportverbot in Kraft, nachdem PETA zuvor an die Parlamentarier appelliert hatte.


Quellen:

1)    Ministry of Fisheries and Oceans Canada (2017): Harp Seal Fishery Opening. Online: http://www.nfl.dfo-mpo.gc.ca/NL/CP/Orders/2017/nf17015HarpSealFisheryOpening (06.04.2017)
2)    VOCM.com (2017): DFO Corrects FISH-NL on Seal Fishery Reopening. 27. März 2017. Online: http://vocm.com/news/dfo-corrects-fish-nl-on-seal-fishery-reopening/ (06.04.2017)
3)    Jani Actman (2017): Demand For Seal Products Has Fallen—So Why Do Canadians Keep Hunting? In: National Geographic Online, 05. April 2017. Online: http://news.nationalgeographic.com/2017/04/wildlife-watch-canada-harp-seal-hunt/  (06.04.2017)