Rückzug aus Veggie-Markt: „Fleischkonzern Tönnies gehört geächtet“ – Statement von PETA

Rheda-Wiedenbrück / Stuttgart, 18. April 2018 – Deutschlands größter Schlachtkonzern Tönnies hat bekannt gegeben, sich weitgehend aus dem Markt für vegetarische und vegane Produkte zurückzuziehen. Dr. Edmund Haferbeck, Leiter der Wissenschafts- und Rechtsabteilung bei der Tierrechtsorganisation PETA, wirft dem Unternehmen vor, sich auf Kosten des Gemeinwohls durch Tierquälerei zu bereichern:
 
„Der Konsum tierischer Produkte zerstört unsere Lebensgrundlagen – das ist wissenschaftlicher Konsens. Tönnies jedoch setzt – aus unternehmerischer Kurzsichtigkeit und absoluter Mitleidlosigkeit – durch industriellen Massenmord an leidensfähigen Mitgeschöpfen unser aller Zukunft aufs Spiel. Andere Kernunternehmen der Fleischindustrie haben die Gefahren der ungezügelten Fleischproduktion längst erkannt. Sie erobern den Markt mit ihren Veggie- und Vegan-Linien und investieren in ethisch kultiviertes Fleisch aus dem Labor. Die Politik sollte nun endlich erkennen, dass der Tönnies-Clan sich diesen Innovationen verschließt und Teil unserer gegenwärtigen Krisen bleiben will. Rückwärtsgewandt will sich der Konzern weiterhin auf Kosten des Gemeinwohls durch systemimmanente Tierquälerei bereichern. Die Zeit ist vorbei, in der solche Konzerne hofiert werden sollten. Vielmehr gehören sie gesellschaftlich geächtet.“
 
PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten, wir an ihnen experimentieren oder sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten.
 
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