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Die Tierquälerei auf Santorin geht weiter – bitte helfen Sie jetzt!

PETA Deutschland und unsere internationalen Partnerorganisationen setzen sich bereits seit 2018 gegen das Leid und die Ausbeutung der Esel und Maultiere auf Santorin ein. Mithilfe verschiedener Recherchen konnten wir in den vergangenen Jahren die tierschutzwidrigen Bedingungen für die Tiere auf der griechischen Insel aufdecken. Unser Aufnahmen zeigten Esel und Maultiere, die weder ausreichend Schutz vor der sengenden Sonne noch Wasser oder Nahrung erhalten; Tiere mit verdreckten und infizierten Wunden sowie Eseltreiber, die einen harschen Umgang mit den sensiblen Lebewesen pflegen. Immer wieder konnte PETA dokumentieren, wie die Tiere mit Peitschen und Holzstäben zum Weitergehen gezwungen werden oder schwere Touristen mit ihren Füßen in die empfindlichen Bäuche der Tiere treten.  

Neue Videoaufnahmen von Oktober 2020 beweisen nun, dass sich am Leid der Esel und Maultiere noch immer nichts geändert hat. Die Tiere werden weiterhin Tag für Tag als Taxis missbraucht, stehen stundenlang in der Sonne – ohne Nahrung und Wasser. Diese Haltung ist nicht artgerecht und verstößt zudem gegen geltendes griechisches Recht.

Das Leid muss endlich beendet werden!

Weitreichende Kampagne, weltweite Demonstrationen – die Welt schaut auf Santorin!

In den letzten zwei Jahren haben sich zahlreiche prominente PETA-Unterstützer für die Esel und Maultiere auf der Urlaubsinsel stark gemacht. Außerdem haben Tierfreunde auf der ganzen Welt über soziale Netzwerke Millionen Menschen auf die Ausbeutung und das Leid der Tiere auf Santorin hingewiesen. Mit starken, weitreichenden Kampagnen, Demonstrationen auf der ganzen Welt, Plakataktionen und etlichen Schreiben an die zuständigen Politiker setzen sich PETA und ihre weltweiten Unterstützer seit Jahren für die Esel und Maultiere auf Santorin ein. Zuletzt wurde eine Petition mit über 161.000 Unterschriften an die griechische Botschaft in Berlin übergeben.

Santorini Petitionsuebergabe

Die griechische Regierung stellt sich noch immer quer

Nach massivem Druck der Öffentlichkeit kündigte der griechische Landwirtschaftsminister Makis Voridis in einem Statement eine Verschärfung des Tierschutzgesetzes sowie landesweite Tierschutzkontrollen in der Sommersaison 2020 an. Verstöße sollten mit bis zu 30.000 Euro geahndet werden.

Wie die aktuellen Bilder beweisen, war diese Aussage jedoch lediglich Augenwischerei, denn an der Situation für die Tiere hat sich nichts geändert. Fehlende Kontrollen und die unzureichende Umsetzung der Neuregelung führen dazu, dass die Esel und Maultiere auf Santorin weiterhin leiden.

Tierleid – Tag für Tag, Stunde um Stunde

Aufgrund des coronabedingten Rückgangs der Touristenzahlen auf Santorin wurden in diesem Sommer zwar weniger Esel und Maultiere als Taxis eingesetzt – doch auch das alltägliche Leid dieser ausgebeuteten Tiere war ein grauenvoller Anblick für jeden Tierfreund. Zudem hat sich gezeigt, dass die derzeit nicht eingesetzten Esel und Maultiere ein tierschutzwidriges Leben führen. Wie Augenzeugen PETA jüngst berichteten, werden etliche dieser Tiere angebunden auf kargen, trockenen Feldern gehalten. Sie leiden unter Bewegungsmangel, es fehlt an ausreichend Nahrung und Wasser. Da viele Eselhalter aufgrund der Corona-Krise weniger finanzielle Mittel haben, um ihre Tiere angemessen zu versorgen, leiden besonders die Esel und Maultiere, die derzeit nicht für Ritte eingesetzt werden, Tag für Tag.

Viele Esel und Maultiere kämpfen ums Überleben

In Griechenland gibt es keine Registrierungspflicht für Equiden, obwohl dies innerhalb der EU gesetzlich vorgeschrieben ist. Somit lässt sich nicht nachvollziehen, was mit Eseln und Maultieren geschieht, wenn Halter ihre Tiere loswerden wollen. Besonders in Zeiten, in denen die Tiere mehr Kosten verursachen als Einkommen generieren, ist diese Gefahr nicht zu unterschätzen.

Anfang Oktober wurde in Griechenland ein neues Gesetz beschlossen, das Tierquälerei hart bestrafen soll. Menschen, die Tiere misshandeln, aussetzen oder schlecht behandeln, müssen je nach Schwere der Tat mit einer Strafe von bis zu 15.000 Euro oder einer Gefängnisstrafe von bis zu 10 Jahren rechnen. Schon vor der Einführung dieses neuen Gesetzes gab es eine rechtliche Grundlage für die Verfolgung dokumentierter Verstöße gegen das Tierschutzgesetz, die jedoch bisher nie ausreichend angewandt wurde. PETA hofft, dass durch die „Aufwertung“ dieses Gesetzes nun endlich auch Tierquälerei schärfer verfolgt und dem Tierschutz dadurch eine höhere Priorität eingeräumt wird – und das könnte letztlich auch eine Chance für die Esel und Maultiere auf Santorin sein!

Das muss sich ändern!

Um das immense Tierleid auf der Insel Santorin ein für alle Mal zu beenden und die tierquälerische „Tradition“ abzuschaffen, muss sich Griechenland endlich für einen tierleidfreien Weg entscheiden. Tierfreundlicher Tourismus auf Santorin ist nur mit einem Verbot von Esel- und Maultiertaxis zu erreichen.  

Bitte unterstützen Sie uns mit Ihrer Stimme, dieses Verbot umzusetzen: Fordern Sie den griechischen Landwirtschaftsminister und den zuständigen Premierminister auf, endlich zu handeln.

Bitte verbieten Sie die tierquälerischen Eseltaxis auf Santorin!

Bitte helfen auch Sie, das Leid der Esel und Maultiere auf Santorin zu beenden. Noch immer hält die griechische Regierung an der Ausbeutung der empfindsamen Lebewesen fest.

Online Petition

Please ban cruel island

Dear Prime Minister and Minister,

Since 2018, the animal welfare organisation PETA Germany and its international affiliates have been active for donkeys and mules who are exploited as living taxis and tourist attractions on the Greek island of Santorini.

I was shocked to learn that these animals are still forced to suffer despite the international outcry against their abuse. The images from 2018 clearly show that the equines were exposed to the scorching sun and did not have sufficient food, water, or shade. Every day, these donkeys and mules are used to carry sometimes extremely heavy tourists as live taxis. The animal handlers often hit them with wooden sticks, and the tourists themselves abuse them by kicking their stomachs.

Images from October 2020 are proof that the suffering and illegal acts continue on Santorini. Pictures show equines tightly chained in the sun without food or water, and animals are forced to endure this suffering day after day, deprived of everything that's natural and important to them.

This must stop! More and more tourist regions around the globe are showing their commitment to animal welfare, including Egypt, which plans to ban rides on camels and other animals around the Giza pyramids and archaeological sites. Santorini must follow this compassionate example.

Donkeys and mules in Greece have the right to receive proper care and to be free from physical harm. These rights must not be ignored by using the animals as a means of transport for tourists. The only way to guarantee them a life free from cruelty is by banning this exploitation. Please help do so!

Yours sincerely

 

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Sehr geehrter Premierminister Mitsotakis,
sehr geehrter Landwirtschaftsminister Voridis,

PETA Deutschland und ihre internationalen Partnerorganisationen setzen sich seit 2018 gegen das Leid und die Ausbeutung der Esel und Maultiere ein, die auf Santorin als lebende Taxis und Touristenattraktion ausgebeutet werden.
Nun muss ich voller Entsetzen erfahren, dass die Esel und Maultiere auf Santorin trotz aller internationalen Empörung noch immer leiden. Bereits vor Jahren haben veröffentlichte Aufnahmen gezeigt, dass die Equiden der sengenden Sonne ohne ausreichend Nahrung, Wasser oder Schatten ausgesetzt sind und tagein, tagaus als lebende Taxis für den Transport teils schwerer Touristen ausgebeutet werden. Häufig schlagen die Eseltreiber mit Holzstöcken auf die Tiere ein oder Touristen treten ihnen mit den Füßen schmerzhaft in den Bauch.

Aufnahmen von Oktober 2020 beweisen, dass das Tierleid und die Verstöße gegen geltendes Recht auf der Insel Santorin weiterhin anhalten. Sie dokumentieren, dass die Tiere nach wie vor an kurzen Ketten und ohne Nahrung und Wasser in der prallen Sonne angebunden werden. Die Esel und Maultiere leiden Tag für Tag unter diesem artwidrigen Leben.

Das muss sich endlich ändern! Iimmer mehr Tourismusregionen weltweit setzen ein tierfreundliches Zeichen. So kündigte das ägyptische Tourismusministerium ein Verbot von Kamel- und Reitausflügen um die Pyramiden und in den archäologischen Gebieten von Gizeh an. Santorin sollte diesem wichtigen tierfreundlichen Schritt folgen.

Esel und Maultiere haben auch in Griechenland ein Recht auf tierschutzgerechte Haltung und körperliche Unversehrtheit, das nicht durch den Einsatz als „Transportmittel“ für Touristen missachtet werden darf. Nur ein entsprechendes Verbot garantiert den Tieren ein Leben ohne Tierquälerei. Bitte setzen Sie sich endlich dafür ein!

Mit freundlichen Grüßen
 

Vielen Dank, dass Sie sich für die Tiere auf Santorin einsetzen. Griechenland muss endlich zu einem Land werden, das für einen tierfreundlichen Umgang mit seinen Mitgeschöpfen geschätzt wird. Wir werden uns weiterhin mit aller Kraft für die Esel und Maultiere auf Santorin einsetzen.

Was Sie tun können

Wenn Ihnen im Urlaub die Buchung einer vermeintlichen „Attraktion“ mit Tieren angeboten wird, sagen Sie dem Veranstalter höflich, aber unmissverständlich, dass Sie aus Tierschutzgründen ablehnen.

Bitten Sie Ihren Reiseveranstalter oder Ihr Reisebüro in Deutschland, Elefanten- und Kamelreiten sowie Delfinarien- und Zoobesuche aus Tierschutzgründen grundsätzlich nicht mehr anzubieten. Machen Sie deutlich, dass Sie jegliche Art von Tierausbeutung im Urlaub ablehnen.