Weitere Aufnahmen aus Horror-Schlachthof in Oldenburg: Rinder bei Bewusstsein getötet

PETA veröffentlicht Bilder aus dem Rinderschlachthof der Standard-Fleisch GmbH & Co. KG in Oldenburg, die vorherige Recherchen untermauern und eine endgültige Schließung des Schlachtbetriebs unumgänglich machen.

Wie die Aufnahmen zeigen, wurden einige Rinder augenscheinlich nicht ausreichend betäubt. Sie zeigen Kaubewegungen, krümmen ihren Rücken und machen zielgerichtete Bewegungen. All das sind deutliche Anzeichen für eine Fehlbetäubung – weshalb viele Tiere beim Einstich in den Hals reagieren. Auch wird zu keiner Zeit die Wirksamkeit der Betäubung überprüft. Arbeiter und anwesende Tierärzte sollten die Augenreaktion sowie die Atmung und die Bewegungen der Tiere beobachten.


Aufgrund der sich häufenden Vorfälle wird eines klar: Kein Tier in der Landwirtschaft stirbt stress- oder schmerzfrei, denn schon der Transport und die Betäubungsmethoden sind Tierquälerei. Oftmals müssen die Tiere sogar noch weitere Qualen, wie gewaltsames Treiben oder Fehlbetäubungen, ertragen. Und „Bio“ hilft den Tieren im Schlachthof nichts – denn auch dieser Horror-Schlachthof in Oldenburg war bio-zertifiziert!

Kontrollen versagen komplett

Eine Videoüberwachung, wie von einigen Politikern gefordert, ist reine Augenwischerei und wird nur dazu führen, dass engagierte Tierschützer keine Chance mehr haben werden, die grauenhaften Zustände hinter den Mauern der Schlachthöfe aufzudecken. Denn schon heute werden einige Schlachthöfe videoüberwacht – aber die Aufnahmen werden lediglich intern ausgewertet. Eine externe und unabhängige Videoüberwachung fordert PETA schon seit Jahren, denn so könnten wenigstens die Gesetzesbrüche bestraft werden. Die tierquälerische Tötung an sich macht eine Überwachung jedoch nicht besser.


PETA hat Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Oldenburg gestellt und fordert eine dauerhafte Schließung des Betriebs sowie empfindliche Strafen wegen des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz und die Tierschutzschlachtverordnung.

Schlachthof ist bekannt

Bereits Mitte November 2018 veröffentlichte das Deutsche Tierschutzbüro Aufnahmen aus dem gleichen Schlachthof. Die Bilder zeigen, was bereits viele Recherchen zuvor bewiesen haben: Unzählige Tiere sind bei der Tötung augenscheinlich nicht ausreichend betäubt und erleben den Schnitt durch die Kehle sowie das Ausbluten bei Bewusstsein. Außerdem wurden die Rinder gewaltsam und teilweise mit Elektroschockern getrieben. Laut Medienberichten war der Schlachthof bereits vor Jahren auffällig, aber die zuständigen Behörden reagierten auf Hinweise offensichtlich nicht.

Was Sie tun können

Dieser Fall zeigt einmal mehr, dass Fleischkonsum immer mit Tierquälerei einhergeht. Aber Sie können eine Veränderung bewirken: Entscheiden Sie sich für die vegane Ernährung. Mit unserem kostenlosen und unverbindlichen Veganstart-Programm unterstützen wir Ihren Umstieg gerne mit nützlichen Tipps, Informationen und köstlichen Rezepten.