Schockierende Tierquälerei: Gänse bei Canada Goose-Daunenlieferant erdrückt und erstickt

Toronto / Stuttgart, 2. November 2017 — Eine neue Videoenthüllung von PETA USA bei einem Daunenlieferanten des Bekleidungsherstellers Canada Goose zeigt den brutalen Missbrauch von Gänsen. Die völlig verängstigten Tiere werden von Arbeitern so zusammengetrieben, dass sie panisch übereinander steigen, um zu entkommen. Mindestens ein Vogel wird allem Anschein nach erdrückt, andere Gänse ringen nach Luft. Anschließend greifen Arbeiter die panischen Vögel am Hals und stecken sie in enge Transportkäfige. Die darauffolgende Fahrt zum Schlachthof dauert über fünf Stunden. Dort angekommen, werden die Gänse kopfüber aufgehängt, bevor Arbeiter ihnen vor den Augen der anderen Tiere die Kehle durchschneiden. PETA USA hat jetzt bei der U.S. Federal Trade Commission und beim Canadian Competition Bureau Beschwerde eingelegt. Denn Canada Goose selbst behauptet, seine Produkte würden aus „ethischen“ und „humanen“ Quellen stammen.
 
„Es handelt sich hier um klaren Werbebetrug. Wenn Gänse ersticken, am Hals gepackt, in winzige Käfige gepfercht werden und Stunden voller Angst und Leid erleben, dann ist die Produktion absolut nicht ‘human’“, so Tracy Reiman, Executive Vice President von PETA USA. „PETA appelliert an alle Konsumenten, die grausamen Pelz- und Daunenparkas von Canada Goose und auch alle anderen mit den Federn gequälter Vögel gefüllten Bekleidungsstücke im Regal liegen zu lassen.“
 
Die aktuelle Videoenthüllung zeigt auch, dass die Tiere teils über Nacht ohne Nahrung oder Wasser in den Transportkäfigen eingesperrt blieben. Nach der langen Reise waren die Käfige voller Fäkalien und Federn. Viele der Vögel wiesen nach der Schlachtung sichtbare Blutergüsse und gebrochene Knochen auf. Diese waren allem Anschein nach auf die lange Zeit in den engen Metallkäfigen zurückzuführen.
 
Die Aufnahmen entstanden sowohl in den James Valley Colony Farms in Manitoba – wo pro Jahr 130.000 Gänse gezüchtet werden – als auch im größten Gänseschlachthof Nordamerikas, bei Schiltz Foods in South Dakota. Die James Valley Colony Farms sind sogar Teil eines Werbevideos von Canada Goose. Die Farm lässt die Gänse dann zur Schlachtung zu Schiltz Foods liefern und verkauft die Daunen anschließend an den einzigen Daunenlieferanten von Canada Goose: Feather Industries aus Toronto. Dieses Unternehmen wiederum behauptet von sich selbst, nur bei Betrieben einzukaufen, in denen Tiere „ethisch und human“ behandelt werden.
 
PETAs Motto lautet in Teilen: Tiere sind nicht dazu da, dass wir sie anziehen. Canada Goose-Mäntel haben außerdem einen Pelzbesatz aus dem Fell von Kojoten. Die Tiere leiden teils tagelang in Fallen, bis sie schließlich brutal erschossen oder erschlagen werden.

Weitere Informationen:
PETA.de/Canada-Goose-Daunen
Veganblog.de/Bekleidung/PETA-USA-kauft-Canada-Goose-Aktien
Veganblog.de/Bekleidung/Canada-Goose-PETA-bei-Jahreshauptversammlung

Kontakt:
Judith Stich, +49 30 6832666-04, JudithS@peta.de