Schockierendes Video: Pferde und Kamele in ägyptischer Tourismusindustrie blutig geschlagen

Schwache und verletzte Tiere müssen Touristen durch glühende Hitze tragen: PETA fordert Tierverbot an Touristenattraktionen

 
Kairo / Stuttgart, 15. April 2019 – Eine neue Ermittlung von PETA Asien konnte Tierquälerei an den wichtigsten Touristenzielen Ägyptens, zum Beispiel an der Cheops-Pyramide, in Sakkara und Luxor aufdecken. Pferde und Kamele werden gezwungen, Besucher auf ihrem Rücken oder in Kutschen durch die glühende Hitze zu transportieren. Dabei sind die Tiere weder durch Schatten geschützt, noch stehen ihnen Futter oder Wasser zur Verfügung. Augenzeugen dokumentierten zudem, dass Kamele auf dem Kamelmarkt von Birqash geschlagen und an die Tourismusindustrie verkauft wurden. PETA fordert nun, an den Touristenzielen des Landes keine Tiere mehr für diese Zwecke zu nutzen.
 
Videoaufnahmen zeigen, wie Tierführer in Gizeh gewaltsam auf eine Stute einschlagen, die während einer Kutschfahrt zusammengebrochen und auf die Seite gefallen war. Sie hatte sich bei dem Sturz ernsthaft verletzt. Dennoch prügeln die Männer weiter auf die Stute ein, bis sie schließlich aufsteht. Viele Pferde, die in Gizeh und Luxor Touristen auf sich reiten lassen müssen, hatten schmerzhafte blutige Wunden und mussten in der sengenden Sonne ohne Wasser und Nahrung auf die nächsten zahlenden Kunden warten. Völlig ausgezehrte Pferde, deren Rippen deutlich hervorstanden, wurden immer wieder geschlagen. Auch auf dem berüchtigten Kamelmarkt von Birqash wurden Missstände dokumentiert: Männer und Kinder schlugen mehrfach mit Stöcken auf schreiende Kamele ein. Viele der Tiere bluteten im Gesicht; ein Kamel hatte Schaum vor dem Mund.
 
„Es ist eine Schande, dass diese erschöpften, ausgezehrten Tiere in Ägypten geschlagen und ausgepeitscht werden, nur damit immer wieder Menschen in der glühenden Hitze auf ihnen reiten können. Sie werden selbst dann noch zur Arbeit gezwungen, wenn ihre Beine wegknicken und sie zusammenbrechen“, so Jason Baker, Vice President bei PETA Asien. „PETA fordert das ägyptische Tourismusministerium auf, die misshandelten Tiere durch moderne Fortbewegungsmittel zu ersetzen, beispielsweise elektrische Rikschas. So könnten Touristen die faszinierende Geschichte des Landes bewundern, ohne Tierquälerei zu unterstützen.“
 
Die Tierschutzorganisation weist zudem darauf hin, dass die auf dem Kamelmarkt von Birqash verkauften Kamele auf den Markt zurückkommen und an den Schlachter verkauft werden, sobald sie nicht mehr in der Lage sind, Touristen um die Pyramiden von Gizeh und Sakkara zu tragen.
 
PETAs Motto lautet in Teilen: Tiere sind nicht dazu da, dass sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form missbrauchen. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein: eine Weltanschauung, die den Menschen als allen anderen Lebewesen überlegen einstuft.
 
Weitere Informationen:
PETA.de/Aegypten-Petition
 
PETAs Schreiben an Tourismusministerin Rania Al-Mashat stellen wir auf Anfrage gerne zur Verfügung.
 
Kontakt:
Carolin von Schmude, +49 711 860591-528, CarolinVS@peta.de