Spargel, Seitanschnitzel und Co.: PETA-Expertin gibt Tipps für tier- und klimafreundlichen Grillspaß

Stuttgart, 19. Juni 2019 – Bunte Vielfalt ohne Reue: Sommerliche Temperaturen laden zu lauen Abenden mit Familie, Freunden und einem entspannten Barbecue ein. Immer mehr Verbraucher achten dabei auf die Umweltbilanz ihres Grillvergnügens. Sie verwenden beispielsweise Mehrweggrills, ökologisch hergestellte Kohle oder vermeiden Einweggeschirr. Dabei ist es für die Menge an ausgestoßenen Treibhausgasen wesentlich entscheidender, welches Grillgut auf dem Rost landet. Im Vergleich zu Bratwurst, Steak und Schnitzel schneiden dabei fast alle rein pflanzlichen Lebensmittel wesentlich besser ab. Tierische Produkte haben in der Regel über den gesamten Produktionsweg einen höheren CO2-Fußabdruck als beispielsweise Gemüse. Rein pflanzlichem Grillgut macht zudem keiner so schnell etwas in Sachen Kulinarik, Gesundheit und Tierfreundlichkeit vor. Felicitas Kitali, Fachreferentin für Ernährung bei PETA, hat Tipps & Tricks für den perfekten veganen Grillabend zusammengestellt.
 
„Wer Fleisch grillt, heizt dem Klima so richtig ein. Landen dagegen Gemüsespieße, Tofuwürstchen oder Linsenbratlinge auf dem Rost, fällt die CO2-Bilanz um ein Vielfaches günstiger aus. Außerdem rettet ein veganes BBQ Tierleben“, so Felicitas Kitali. „Dazu noch ein paar knackige Salate, fruchtige Dips, ein cremiges Avocado-Dessert und die Grillparty wird zum Hit. Mit rein pflanzlichen Speisen minimiert sich zudem die Gefahr von Salmonelleninfektionen.“
 
Die wichtigsten Tipps für eine tier- und umweltfreundliche Grillsaison:

  • Es wird bunt: Wer sich auf die Suche nach veganen Grillrezepten macht, wird eine schier unendliche Vielfalt an Spießen, Kartoffel- oder Bratlingsvariationen, Gemüsepäckchen und Marinaden entdecken. Seien es halbe Avocados, vorgegarte Süßkartoffeln, Polentaschnitten, grüner Spargel, Chicorée, Lauch oder Kräuterseitlinge – auf den Grill kann fast alles gelegt werden. Hinzu kommen die vielen schon grillfertig im Handel erhältlichen Soja-, Seitan- oder Lupinenprodukte. Ausprobieren lohnt sich – die Gäste werden von den verschiedenen Geschmackserlebnissen begeistert sein. Je nach Grill und Gemüsesorte empfiehlt sich der Einsatz einer Gemüsezange, mit der viele Gemüsestücke gleichzeitig gegrillt und gewendet werden können.
  • Gemüse – die Zubereitung macht’s: Feste Gemüsesorten wie Maiskolben, Karotten oder Kohlrabi sollten vorher gekocht, zartere Gemüsesorten wie Brokkoli, Blumenkohl und Fenchel blanchiert werden. In Scheiben geschnittene Auberginen, Zucchini, Paprika und viele weitere Gemüsesorten, beispielsweise Spargel, können – in etwas Öl und Gewürzen mariniert – ganz einfach direkt auf den Grill gelegt werden. Aubergine und Zucchini zuvor mit etwas Salz bestreuen, stehen lassen und dann das überschüssige Wasser abtupfen.
  • Veggie-Würstchen richtig grillen: Viele vegane Grillprodukte aus Tofu, Lupinen oder Seitan sind bereits vorgegart und müssen auf dem Grill nur noch eine knusprige Kruste bekommen. Das Grillgut bräunt also früher, braucht weniger Hitze und damit auch weniger Energie. Bei voller Glut werden sie besser am Rand platziert, oft gewendet oder, wenn möglich, der Rost etwas höher gehängt. Wegen des oft geringeren Fettgehalts sollten die Produkte vorher außerdem mit etwas Öl bestrichen werden. 
  • Tier- und klimafreundliche Marinaden und Soßen: Zum Einpinseln des Gemüses oder klassisch zu Baguette eignet sich mit frischen Kräutern und Knoblauch verfeinerte Margarine. Fruchtig-scharf wird die schmelzende Mischung durch Zugabe von abgeriebener Orangenschale und Chili. Im Vergleich zu Butter ist der pflanzliche Aufstrich wesentlich klimafreundlicher: Auch vegane Mayonnaise, Hummus, Salsa und Sojajoghurt vermischt mit etwas Gewürzgurkensud, Senf und Gewürzen passen prima zu veganem Grillgut.
  • Auch Obst kann auf den Grill: Früchte vom Grill bilden den krönenden Abschluss und fast alles funktioniert. Bananen lassen sich am besten in der Schale grillen. Wer es süß mag, schneidet die ungeschälten Bananen vorher längs ein und füllt sie mit veganer Schokolade. Erdbeeren, Trauben oder auch mit Marzipan gefüllte Aprikosen werden vorher mit Margarine, Agavendicksaft und Vanille oder Zimt bestrichen und dann aufgespießt. Sehr lecker sind auch halbierte und gefüllte Ananas, Äpfel und Birnen. Gut gekühlt dagegen sorgen zarte Seidentofu-Desserts oder schokoladige Avocadocremes für ein kulinarisches Erlebnis.

Das Plus für die Gesundheit: 

Bedenkliche Produkte: Beim Braten von gepökelten Fleisch- und Wurstwaren können Nitrosamine entstehen, bei hoher Hitze und langem Grillen weitere gesundheitsgefährdende Stoffe. Pflanzliche Lebensmittel dagegen sind nicht nur frei von Pökelsalzen, sondern auch schnell gar.
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  • Achtung, Infektionen: In rohem Fleisch und Eiern können sich vorhandene Keime, etwa Salmonellen, besonders bei sommerlichen Temperaturen geradezu explosionsartig vermehren – es drohen Lebensmittelvergiftungen. Eifreies Tiramisu, vegane Mayonnaise oder Seitanschnitzel sollten zwar auch gekühlt aufbewahrt werden, doch die Infektionsgefahr ist bei rein pflanzlichen Speisen weitaus geringer.
     
  • Fleisch und Wurst enthalten reichlich gesättigte Fettsäuren, die – ebenso wie tierisches Protein – im Zusammenhang mit ernährungsmitbedingten Erkrankungen stehen. Insbesondere verarbeitete Wurstprodukte werden mit der Entstehung von Krebserkrankungen verbunden. Vegan lebende Menschen leiden seltener an Herz-Kreislauf-Erkrankungen, manchen Krebsarten und Diabetes.


PETAs Motto lautet in Teilen: Tiere sind nicht dazu da, dass wir sie essen. Die Tierschutzorganisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Weltanschauung, die den Menschen als allen anderen Lebewesen überlegen einstuft.
 
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Tier- und umweltfreundlich: rein pflanzliches Grillgut / © PETA
 
Das druckfähige Motiv kann hier heruntergeladen werden.
 
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Kontakt:
Carolin von Schmude, +49 711 860591-528, [email protected]