Stierkämpfe zurück auf Mallorca - PETA protestiert gegen das Blutbad

Stierkampf Mallorca
Es ist ein großer Rückschritt für die Tierrechte in Spanien und ein trauriges Todesurteil für unzählige Stiere: Auf Mallorca sind nach einer zweijährigen Pause Stierkämpfe wieder erlaubt. Am Freitag, den 9. August 2019, wurden bereits acht Tiere in einem grausamen Blutbad von Toreros getötet. Hunderte Tierschützer protestierten vor den Toren der Arena gegen die Tierquälerei.

Proteste gegen blutige „Tradition“

500 Tierfreunde haben sich am Abend des ersten Stierkampfes vor dem „Colisseu Balear“ in Palma de Mallorca versammelt und lautstark protestiert – darunter zahlreiche Aktivisten von PETA und anderen Tierschutzorganisationen. Sie fordern ein Ende der grausamen Kämpfe, die unter dem Deckmantel der „Tradition“ wieder eingeführt wurden.


Selbst während der Kämpfe in der Arena waren die Proteste gegen das Blutbad präsent – nachdem der erste Stier nach fünf Versuchen vom Matador erstochen wurde und im Sand starb, lief ein mutiger Tierschützer in die Arena. Auf seinem nackten Oberkörper standen die Worte „Corridas never again“ – nie wieder Stierkämpfe.

Acht Stiere brutal getötet

Insgesamt wurden acht Stiere unter den Augen von 9.000 Zuschauern am Freitagabend auf brutalste Weise getötet. Dabei traktieren die Toreros die Tiere mit Dolchen, Degen und Lanzen und hetzen sie durch die Arena, bis sie erschöpft zusammenbrechen. Anschließend wird den geschwächten Tieren ein Dolch in den Kopf oder das Herz gestochen. Nicht immer sterben die Stiere dabei, sodass der Torero und seine Helfer solange auf das Tier einstechen, bis sie sein Rückenmark durchtrennt haben. Anschließend wird der blutende Stier an Ketten aus der Arena gezerrt.

Wieso führt Mallorca Stierkämpfe wieder ein?

2017 beschloss die Linksregierung der Baleareninseln ein Stierkampfverbot. Ende 2018 schaltete sich jedoch das spanische Verfassungsgericht ein und hob das Verbot wieder auf. Damit beschloss Spanien den sicheren Tod für tausende Stiere. Die Begründung der Richter war, dass der Stierkampf seit 2013 als nationales Kulturgut gelte und nur der Zentralstaat über ein Verbot entscheiden dürfe. Dass der Stier am Ende des Kampfes getötet wird, sei laut den Richtern ein unabänderlicher Bestandteil des „Spektakels“. Lediglich einige Beschlüsse des Gesetzes von 2017 gelten weiterhin, wie etwa das Verbot von Minderjährigen und Alkohol bei der Veranstaltung. Auch werden die Stiere vor ihrem Todeskampf per Blutprobe auf Doping und Beruhigungsmittel untersucht.

Stierkampf

Kämpfen Sie weiterhin mit uns gegen Stierkämpfe!

Helfen Sie uns dabei, die grausamen Stierkämpfe zu beenden! Kein Tier sollte zu Unterhaltungszwecken misshandelt, gefoltert und getötet werden. Auch die Tradition rechtfertigt keine Grausamkeit an Tieren. Unterschreiben Sie bitte unsere Petition für ein Stierkampfverbot in ganz Spanien.